Hilfe, ein Geschenk

Ein alljährlicher Dialog:

A: Wir haben ja bald beide Geburtstag. Wollen wir da was Schönes machen?

B: Ja, wir könnten lecker essen gehen, ins ….?

A: Ja, gerne. Aber wir schenken uns nichts, oder?

B: Hmm, mal sehen.

A: Ich hab ja alles, du mußt mir nichts schenken.

B: Ich weiß, dass ich dir nichts schenken muß. Aber vielleicht möchte ich dir ja etwas schenken?

A: Aber warum denn? Ich hab doch auch kein Geschenk für dich.

B: Ich möchte dir eine Freude machen. Du mußt mir nichts schenken.

A: Aber wenn du mir etwas schenkst, ist das doch doof.

B: Wieso ist das doof, wenn ich dir etwas schenken möchte? Das macht mir doch auch Spaß und ich freue mich, wenn ich dir eine Freude machen kann.

A: Hmm.

B: Vielleicht freust du dich ja über ein Geschenk von mir?
Wenn ich dir etwas schenke, bedeutet es nicht, dass du mir auch etwas schenken mußt.

A: Wünschst du dir etwas?

B: Ich wünsche mir nichts, auch ich hab alles. Aber wenn du eine schöne Überraschung für mich hast, freue ich mich bestimmt.

A: Ach menno, gib mir doch wenigstens einen Tip. Ich bin sowieso schon so im Stress.

B: Ich will dir keinen Stress machen, ich erwarte kein Geschenk von dir. Laß uns einfach lecker essen gehen.

A: Dann schenken wir uns also nichts?

B: Mal sehen.

 

 

 

Von Zuwendungen und Erwartungen

Wir alle brauchen Aufmerksamkeit, Zuwendung und Liebe, es ist ein Grundbedürfnis des Menschen. So weit so gut, so einleuchtend. Jedoch ist die Art, wie uns Zuwendung widerfährt entscheidend dafür, wie wir Beziehungen zu anderen Menschen gestalten. Es ist ein hochkomplexes Geflecht von moralischen Verpflichtungen, Bedingungen, Erwartungen und Emotionen. Zuwendung ist für unser Wohlbefinden so notwendig, dass wir sogar negative Zuwendung, wie beispielsweise Schläge, Hohn, Spott und Hass, in Kauf nehmen, als gar keine Zuwendung. Ich will hier einmal versuchen diese Abhängigkeiten ein wenig aufzudröseln. Continue reading “Von Zuwendungen und Erwartungen”

A lost world

Currently, we are renovating an old house for, and partly with, our daughter and her husband. It’s hard work and sometimes, I am so tired after a day, that only a warm bath or, if the weather allows it, laying on the beach brings me back to life.
After all these years in management positions, I have to say that I prefer now this kind of work. Restoring a house also needs a lot of organisational and project management skills, and a great ability to learn new things in short time. I really love this work, it’s satisfactory to build something which remains a long time, which is useful and beautiful. Continue reading “A lost world”

Familiengeschichten

igorovsyannykov / Pixabay

Vergangene Woche war ich auf Reisen, für ein paar Tage war ich in der Stadt in der ich aufgewachsen bin. Ich habe meinen Vater besucht und zwei Tage, nahezu ununterbrochen, mit ihm über sein Leben, seine Lebensgeschichte und die seiner/unserer Familie gesprochen. Unsere Familiengeschichte ist beeinflußt durch dramatische Ereignisse, eine Geschichte verpaßter und nicht vorhandener Möglichkeiten, von Krieg und Gewalt. Das hat alle Mitglieder dieser Familie über Generationen hinweg geprägt.
Natürlich haben wir schon öfter über einzelne Geschehnisse gesprochen, aber ich hatte in meinem Kopf bisher nur Continue reading “Familiengeschichten”

Kunst & Kommerz

mohamed_hassan / Pixabay

Wie vermutlich jeder Künstler, möchte ich meine Arbeiten nicht nur zeigen, sondern auch verkaufen. Das klappt ganz gut über Ausstellungen, also offline, und manchmal eben auch online. Zu Beginn meiner Künstlerkarriere hatte ich hier einen Shop (woocommerce) integriert. Das stellte sich als ein wenig überdimensioniert heraus.
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen Kunst nur dann online kaufen, wenn sie mich entweder kennen bzw. meine Malerei schon mal gesehen haben.
Also hab ich den Shop wieder entfernt. Ich möchte natürlich dennoch sichtbar machen, dass man meine Bilder kaufen kann.
Bisher hatte ich nur einen, relativ diskreten, Hinweis auf meiner About Page dafür. Aber es braucht schon eine gewisse Zielstrebigkeit um sich bis dahin durchzuklicken;-)
Nach vielen Diskussionen mit meinem persönlichen IT Master, haben wir uns darauf geeinigt, dass unter jedem Bild, welches verkäuflich ist, nicht nur der Preis erscheint (!) sondern auch ein Kontaktformular, welches von einem Kaufinteressenten schnell ausgefüllt und versendet werden kann.
Die E-Mail, die ich dann erhalte, enthält neben dem Titel des Bildes auch den Namen und die E-Mail Adresse des Interessenten, so dass wir nun zueinander finden und die Kaufabwicklung klären können.
In einem nächsten Schritt möchte ich nun noch auf der Portfolio Page sichtbar machen, welche Bilder käuflich sind.
Aber dafür muß ich erst einen neuen Termin bei meinem Master buchen 😉

Random Order

For this painting I left a bit my usual way of mixing natural pigments with different media to create in-depth nuances of one or two colours.
Here I just used gesso and mixed it with ash and metallic silver paint. This melange resulted into something very organic, with wonderful, random structures and colours. To me, it looks like the walls of a cave, deep under the earth, with metalliferous lodes. These imperfect, coincidentally structures contrasts with the perfect shape of the pink square in the corner. Somehow, that’s just like in “real” life: there are things that we can plan, develop and create exactly how we want them to be, but many things just happen by chance.
The challenge is to balance both.

Blue Study Series

Steadiness

Making that painting was a real struggle for me, on the one hand technically and on the other hand emotionally.
I used different blue pigments in different solvents which still reacted with each other long time after I decided the painting is ready, but not in the desired way. The components changed colours and structures and I needed to find out what happened to be able to correct it e.g. use it. Thus I tried different compositions on smaller canvas which resulted in a little series of blue-greens.

The technical exploration was fun and I learned a lot. The other side of the making was more difficult. I thought of a person close to me and to whom I am strongly tight emotionally. Our relation was not that easy over a long period, when I did not get the care I needed, when I did not understand decisions imposed on me, when I was lost and sad.
It changed over the time, as we both were able to talk to each other on equal footing.

That painting expresses all my ambivalence how I see this person: the deepness and the impenetrability, the beauty and ugly, the strengths and weaknesses, infinity and finitude, steadiness.
Hard as a rock on which you can crash, but also can provide protection.

conservatoire des ocres

Ochres from Roussillon

There are places in this world, I have to go there again and again and so I went last Friday. Roussillon, more precisely, the Conservatoire des ocres et de la couleur is such a place. Here I learned all the old techniques of wall plastering, here I always buy pigments and tools for my paintings and wall design, here I get advice and answers to technical questions.
This is such a beautiful place, it is so pleasant to stroll through the rooms of the old ochre mill and get inspired by all these wonderful colours.
And of course, I always find new pigments, this time a new blue 🙂

Vom Kampf im Leben und wie man sein soll

Wir alle wachsen auf begleitet von elterlichen Ratschlägen, die die Ängste, Sehnsüchte und Wünsche unserer Eltern ausdrücken, wie wir sein sollen.
Und natürlich unterwerfen wir uns diesen Wünschen, passen uns an, um von unseren Eltern geliebt und anerkannt zu werden. Solche Einschärfungen und Zuschreibungen wirken einschränkend auf das freie Verhalten eines Kindes. Unbewußt entscheiden wir uns also sehr früh in unserem Leben, wie wir sein wollen.
Wir “übersetzen” die elterlichen Einschärfungen und folgen den ihnen innewohnenden Antreibern.
Ein Antreiber, den ich auch heute noch immer beim Abschied von meinem Vater zu hören bekomme, ist: Laß dich nicht unterkriegen! Sei stark, kämpfe dich durch! Continue reading “Vom Kampf im Leben und wie man sein soll”

Orchids

Undecided

In the 18th century, quinine, obtained from South America was the expensive medicine used to treat Malaria. Because of the high costs, chemists were experimenting to develop a synthetic equivalent, so did W.H.Perkin. He did not succeed in creating quinine out of coal tar but accidentally discovered the colour mauve.

I combined violet pigments with some green mineral pigments, mixed them with a light grey in cold wax and acrylic to create a more soft, subtle, undecided appearance.

Mauve was long time a colour preferred by noble women, such as Eugenie, the Empress of France and thus became very fashionable for some decades but this trend burnt quickly.
For a long time, the greyish violet was often related to old women and not popular at all.
This might change as Pantone declared ultra-violet the colour of the year 2018 and I guess, all it’s shades will become fashion again 😉