Von Zuwendungen und Erwartungen

Wir alle brauchen Aufmerksamkeit, Zuwendung und Liebe, es ist ein Grundbedürfnis des Menschen. So weit so gut, so einleuchtend. Jedoch ist die Art, wie uns Zuwendung widerfährt entscheidend dafür, wie wir Beziehungen zu anderen Menschen gestalten. Es ist ein hochkomplexes Geflecht von moralischen Verpflichtungen, Bedingungen, Erwartungen und Emotionen. Zuwendung ist für unser Wohlbefinden so notwendig, dass wir sogar negative Zuwendung, wie beispielsweise Schläge, Hohn, Spott und Hass, in Kauf nehmen, als gar keine Zuwendung. Ich will hier einmal versuchen diese Abhängigkeiten ein wenig aufzudröseln. Continue reading “Von Zuwendungen und Erwartungen”

Hands

Grenzen und Bindungsmuster

Auf dem Weltkongress der Transaktionsanalytiker habe ich an einem Workshop teilgenommen, dessen Titel mich provoziert hat: Grenzen als Kraftquelle.
Grenzen nehme ich überwiegend als etwas war, was mich einschränkt, welche es zu verändern bzw. zu überwinden gilt.
Grenzen sind hier verstanden als innere Grenzen, Einschränkungen, die wir entschieden haben zu akzeptieren in einem frühkindlichen Stadium unserer Entwicklung. Es sind also Grenzen, die wir uns selbst gegeben haben, und die wir pflegen und verstärken, wenn wir nicht in der Lage sind, adäquat auf gegenwärtige Situationen zu reagieren.

Wie kommt es dazu?

Die Theorie über Bindungsmuster von John Bowlby liefert einen interessanten Ansatz dafür, wie frühe Verlust-und Trennungserlebnisse die Entwicklung von kindlichen Verhalten beeinflussen und dies auch noch das Verhalten im erwachsenes Leben bestimmen kann.

Bowlby definierte das Bindungssystem als ein primäres, genetisch verankertes motivationales System dar, welches zwischen der primären Bezugsperson und dem Säugling nach der Geburt aktiviert wird. Es hat überlebenssichernde Funktion.
Bindung entsteht aus der Abhängigkeit des Säuglings zu (in den meisten Fällen) seiner Mutter. Der Säugling sucht Schutz sobald er äußere oder innere Gefahr wahrnimmt, also wenn er Angst hat. Dies kann der Fall sein, wenn er sich von seiner primären Bezugsperson getrennt fühlt, körperliche Schmerzen hat, schlecht träumt oder fremde Personen auftauchen. Der Säugling signalisert der Mutter sein Schutzbedürfnis. Die Art, wie die Mutter drauf reagiert ist entscheidend für die Ausbildung des Bindungsmusters des Kindes.
Befriedigt die Bezugsperson angemessen das Schutzbedürfnis des Kindes, entwickelt sich eine sichere Bindung.
Wird das Bedürfnis des Kindes nur unzureichend und inkonsistent befriedigt, entsteht eine unsichere Bindung.
Das Bindungsmuster bildet sich also als Anpassung an Gefühle, Erwartungen und Verhalten zwischen dem Säugling und seiner primären Bezugsperson.

Im Krabbelalter beginnt das Kind seine Umgebung zu explorieren. Es entfernt sich also von seiner primären Bezugsperson um seine Umgebung zu erkunden und lernt, seine Trennungsangst zu überwinden, wenn es die Beziehung zu seiner Bezugsperson als emotional stabil erfahren hat. Die Bezugsperson setzt dem Kind Grenzen und gesteht ihm so den Freiraum für seine Erkundungen zu. In einer sicheren Bindung kann das Kind von seinen Erkundungen zurück kehren und sich noch immer emotional angenommen fühlen. Auf diese Art entwickelt das Kind ein Sicherheitsgefühl, es lernt mit der eigenen Angst umzugehen und wird selbstsicher (sich seiner selbst sicher).

Dies alles geschieht im ersten Lebensjahr des Kindes. Aber auch als Erwachsene aktivieren wir dieses Bindungsmuster, wenn wir uns in Gefahr fühlen.
Unser frühkindlich entwickeltes Bindungs- und Explorationsmuster liefert die Grundlage dafür, wie wir später in der Lage sind eine stabile, tragfähige Bindung zu anderen Menschen aufzubauen, zu erhalten und zu weiter zu geben.

Das positive daran, es ist veränderbar!
Das schwierige daran, es ein komplizierter, innerer Prozeß bei dem man lernen muß, seine inneren Grenzen zu erkennen, anzuerkennen und zu überwinden. Dieser Prozeß geht meist mit Abwehr einher und diese hat viele Gesichter:

Verdrängung – als Schutz vor einem als bedrohlich empfundenen äußeren Einfluß

Regression – unbewußter Rückzug auf ein frühkindliches Verhalten

Verleugnung – die Realität wird nicht in Gänze wahrgenommen

Vermeidung – Schlüsselreize werden vermieden

Projektion – ein Ereignis wird anderen Personen zugeschrieben

Rationalisierung – Affekte werden nicht ernst oder wahrgenommen

Somatisierung – die Nichtwahrnehmung eines Problems zeigt sich körperlichen Beschwerden

Idealisierung – Sichtweisen werden unbewußt überhöht oder abgewertet

Autoagression – Aggression gegen die eigene Person

All diese Mechanismen dienen letztlich dem Schutz vor einem bedrohlichen Ereignis, aber sie verhindern gleichzeitig eine positive Veränderung.
Solange man sich dieser Mechanismen bedient, braucht man sie noch. Sie schützen vor Überforderung, Angst (vor Veränderung), Verunsicherung, …
Werden sie weggenommen, verstärken sich diese Abwehrmechanismen.

Die Lösung liegt darin zu verstehen, warum wir uns dieser Abwehrmechanismen bedienen um in der Lage zu sein, mit Distanz, sozusagen von einer Metaebene aus, auf unser Verhalten, Denken und Fühlen zu schauen und zu überprüfen, inwieweit es situationsbezogen ist, also im Hier und Heute stattfindet, oder ob da ein alter, angelernter Prozeß aus unserer frühen Kindheit von uns stattfindet.
Mit diesem Prozeß kann eine Grenze zur Kraftquelle werden.

Old Young Woman

Die Schönheit des Alterns

Wer heute als schön gilt wird morgen kaum noch zum Putzen bestellt. (Karl Lagerfeld)

Ich war auf der Weltkonferenz der Transaktionsanalytiker und der letzte Workshop, den ich dort besucht habe hatte den Titel

The beauty of aging – between experiencing one’s limits and developing self-acceptance. (Die Schönheit des Alterns – eigene Grenzen erfahren und Selbstakzeptanz entwickeln).

Mittlerweile sind auch bei mir deutliche Zeichen des Alterns sichtbar und nicht immer bin ich mit dem glücklich, was ich aus Altersgründen an mir wahrnehme. Also dachte ich mir, dieser Workshop kann mir helfen diesen, meinen Alterungsprozeß zu akzeptieren.
Es ist sicherlich nicht überraschend für den Leser, dass der Raum rammelvoll mit Frauen meines Alters war, aber auch ein Mann (schon ziemlich älter), war dabei.

Bereits die Auftaktübung bestätigte meine Vermutung, dass nicht nur ich Schwierigkeiten mit dem Altern habe. Jede Frau und auch der eine Mann, bekam einen kleinen Handspiegel und in diesen sollten wir zwei Minuten (!!) hineinschauen und dabei in uns hineinlauschen. Auf die Frage der Referentin, wer mit dem, was er dort im Spiegel sah zufrieden ist, hat niemand positiv reagiert!
Der Raum war voller schöner Frauen, zumindest sah ich das so. Und keine davon findet sich schön?? Was ist los mit uns?
Beugen wir uns tatsächlich alle dem durch Werbung zelebrierten Schönheitsideal? Oder reagieren wir immer noch (unbewußt) auf die Einschärfungen, die wir in früher Kindheit von unseren Eltern gehört haben und denen wir uns entschlossen habe Folge zu leisten?

Sei Perfekt! ist solch eine Einschärfung. Wenn wir diesen Satz einmal auf Schönheit beziehen, dann leitet sich daraus möglicherweise der persönliche Glaubenssatz ab, ein perfektes, makelloses Äußeres zu haben bzw. herzustellen.
Streng dich an! könnte dazu führen, dass Mann/Frau sich schlank hungert, Sport bis zum Umfallen macht, jede Diät ausprobiert, nur um einem Idealbild zu entsprechen.

Es gibt noch ein paar mehr dieser Antreiber (beeil dich, sei stark, tu es mir zuliebe) und irgendwie haben wir diese Aufforderungen alle mehr oder weniger internalisiert und folgen ihnen. Diese vor lange Zeit getroffenen Entscheidungen offenbaren sich in dem, was wir über uns, andere und das Leben glauben wollen.
Das hat mit der tatsächlichen Realität nicht immer viel gemein.
Die “Erlösung” liegt darin, diese Glaubenssätze aufzulösen:
Ich bin perfekt so wie ich bin, mit all meinen Falten, Runzeln und grauen Haaren! Ich muß mich nicht optimieren.
Ich lebe ein gesundes Leben, treibe Sport und verzichte nicht auf Schokolade 😉

Also, sagt das mal zu euch, wenn ihr wieder in den Spiegel schaut und versucht es zu glauben 😉

 

Foto: Kris KrügRicky (CC BY-SA 2.0)

 

 

 

 

 

Mein Spielplatz

Erwachsen sein

It takes courage to be who you really are.
E.E. Cummings

Erwachsen werden ist ein Prozess, unabhängig vom Alter und nicht immer leicht. Erwachsen sein bedeutet, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu überschauen und die Verantwortung dafür übernehmen. Das heißt auch, dass man sich seiner selbst gewahr ist, dass man seine Emotionen und deren Auslöser kennt und trotzdem in der Lage ist, rationale Entscheidungen zu treffen.
Klingt einfach, aber manchmal bestimmen erlernte Muster unser Handeln und wir reagieren dann nicht erwachsen. Unsere Reaktionen passen nicht zum Hier und Heute, sondern wir reagieren emotional auf etwas in der Vergangenheit liegendes. Das passiert unbewußt, es braucht nur eines bestimmten Auslösers, dem zu begegnen wir in frühester Kindheit erlernt haben.

Den Beziehungen zwischen Eltern und Kind kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Von unseren Eltern übernehmen wir mehr oder weniger automatisch Werte und Moralvorstellungen, passen uns daran an oder lehnen sie ab. Manchmal können unsere Reaktionen sehr einschränkend für uns selbst sein, beispielsweise wenn man trotzig etwas ablehnt, ohne zu prüfen ob das in der aktuellen Situation sinnvoll wäre, nur weil es die Mutter oder der Vater gesagt haben.

Ich wurde selbst vor vielen Jahren, im Rahmen meiner Ausbildung zur Transaktionsanalytikerin, über das Verhältnis zu meinem Vater supervisiert, da ich dieses damals als für mich sehr schwierig erlebt habe. Mir hat diese Analyse geholfen, mein Verhältnis zu meinem Vater und im weiteren auch zu meiner Mutter, zu klären und erwachsen zu reagieren.
In den letzten Wochen ist mir dieses Thema bei verschiedenen Diskussionen mehrmals über den Weg gelaufen und so möchte ich hier ein paar Ideen weiter geben, wie man sein Verhältnis zu seinen Eltern für sich klären kann.
Dies zu tun hat Bedeutung für unser Selbstwertgefühl, für den Umgang mit eigener und fremder Autorität, Partnerschaft und Erziehungseinstellungen.
Ich halte es für eine gute Idee, diesen Prozeß mit jedem Elternteil getrennt zu durchlaufen.

Was war gut an meinem Vater? (Aufzählung, ohne Wertung)
→ Habe ich davon etwas übernommen?

Was waren seine Lebensleitsätze?
→ Gibt es Widersprüche zwischen dem, was er gesagt hat und dem, was er getan hat?

Was hat ihn geprägt?
→ Was hat das mit mir gemacht?

Welche Lebensleitsätze habe ich übernommen?
→ Was ist daran gut, nicht so gut?)

Schreib eine Anklageschrift und lies sie laut:
→ Was hast du mir genommen?
→ Was schuldest du mir?
→ 
Als guter Vater hättest du..…
Am Ende, formuliere den Schaden der dir entstanden ist.

Stell dir vor, du triffst auf deinen Vater. Er ist nun ein alter Mann. Was würdest du ihm sagen, was ihn fragen?
Kann er den dir entstandenen Schaden wieder gut machen?
Kannst du Abschied von diesem Vater nehmen, der dir den Schaden zugefügt hat?

Kannst du dich auf deinen Vater im Hier und Heute neu einlassen?

Achtung: das ist kein Rezept, in manchen Fällen mag es durchaus besser sein, sich professionelle Hilfe zu suchen.

 

 

René Magritte - Le faux miroir https://www.flickr.com/photos/centralasian/6601898319

Gewissheit

Der plötzliche Tod meiner Mutter hat uns, ihre engsten Angehörigen, fragend zurückgelassen.
Je mehr wir über sie reden und uns erinnern, um so mehr Facetten entdecken wir von ihr. Wir erkennen, dass wir alle verschiedene Dinge über sie wußten. So langsam ergibt sich für uns ein neues, ein gemeinsames Bild. Dabei stellen wir unsere alten Gewissheiten in Frage, legen manche beiseite und eignen uns neue an.

Das Wort Gewissheit geht mir seit Tagen im Kopf herum, ich assoziiere damit und muß es mal aufschreiben, um zu sortieren, was mir dazu einfällt:

Gewissheit, sich einer Sache sicher sein, sich auf seine Erfahrungen und Überzeugungen verlassen können, denn die haben sich schon oft bewährt in kniffligen Situationen, bei Herausforderungen, die man zu meistern hatte.

Die Gewissheit, etwas ganz sicher wissen, zu kennen. Ein Thema, einen Gegenstand, einen Menschen.

Wie lange hält Gewissheit? Immer? Bis zur nächsten Krise?

Wann habe ich das letzte Mal meine Gewissheiten überprüft, am hier und heute? Zweifle ich meine Gewissheiten an? Oder verlasse ich mich lieber darauf, was ich eh schon weiß? Weil ich mir meiner Gewissheiten sicher bin? Weil ich den Konflikt scheue? Weil ich müde bin, nicht kämpfen will?

Wie gewiß bin ich meiner selbst? Kenne ich mich so gut, dass ich nichts Neues, Ungewisses an mir entdecke, entdecken will?

Zeige ich mich in aller Klarheit, so dass andere sich meiner gewiß sind, so dass sie mich sehen, hören und erkennen?

Wie gewiß kann ich mir deiner Liebe sein? Heute und künftig?

Ordnung

Ordnung – mehr Stauraum hilft nicht wirklich!

Ordnung muß sein!
Dieser Ausspruch ist eine Zuschreibung für das typisch Deutsche.
Damit sind aber auch negative Gefühle verbunden, insbesondere wenn man an die deutsche Geschichte und die derzeitigen rechtsnationalen Bewegungen in Deutschland denkt.  Ich will aber nicht darüber schreiben, sondern über den Einfluß von Ordnung auf das eigene Leben.

Der Begriff und das Verständnis von Ordnung hat mich mein gesamtes Leben begleitet. Als Kind hörte ich von meinen Eltern oft diesen Spruch:

Ordnung, Ordnung liebe sie, sie erspart dir Zeit und Müh

Wenn mein Zimmer nicht aufgeräumt, also unordentlich war, dann durfte ich nicht mit Freunden spielen, Fernsehen gucken oder tun, was immer mir Spaß machte. Ich mußte zuerst Ordnung herstellen. Einmal war ich sogar gezwungen, obigen Spruch 100 Mal aufzuschreiben!
Die Ordnung hier war die von meinen Eltern definierte, ich hatte als Kind vermutlich nur sehr vage Vorstellungen von Ordnung. Und obwohl ich zu dieser Zeit nicht viel besaß, hielt ich wohl nicht immer die vorgegebene Ordnung ein.
Natürlich hat mich das ziemlich genervt, wenn ich den strikten Anweisungen meiner Eltern nachkommen mußte, aber dieser “Drill” hat auch dazu geführt, dass ich die Vorteile von Ordnung erkannte.
Ich lernte so einfache und grundlegende Dinge wie:

  • Jedes Ding hat seinen Platz
  • Leg etwas dahin zurück, wo du es hergenommen hast
  • Halte deine Sachen in Ordnung, hege und pflege sie
  • Besitze nur, was du wirklich brauchst

Ordnung erfordert, etwas sortieren, aufräumen, eine Struktur herstellen. Ordnung bedeutet, eine Balance zwischen Chaos und Struktur für sein Leben, seine Gedanken, Beziehungen und Dinge, die man besitzt, herzustellen.
Das klingt vielleicht einfach, ist aber oft ziemlich schwierig im Zusammenleben mit anderen, denn jeder hat so seine eigenen Vorstellungen von Ordnung. Diese können völlig konträr zu den eigenen Auffassungen liegen und es bedarf schon einer großen Portion guten Willens und Respekts füreinander und sich selbst, um eine gemeinsame Vorstellung von Ordnung zu entwickeln.

Für die meisten Menschen ist es vermutlich einfacher, bei den einfachen Dingen des täglichen Lebens mit dem großen Aufräumen zu beginnen.
Gehen Sie mal von Zimmer zu Zimmer und schauen Sie, was da so alles rumsteht und -liegt. Wann haben Sie das alles zum letzten Mal bewußt wahrgenommen und benutzt? Brauchen Sie wirklich all die Schüsseln, Tassen, Töpfe, Kissen, Kerzen, Kosmetika, etc. oder wäre auch die Hälfte von allem ausreichend?

Haben Sie zuviel von allem? Vermutlich ja.
Es mag an Ihrem Konsumverhalten liegen, oder auch daran, dass die Dinge nicht an ihrem Platz sind (s.o.).
Manches haben Sie möglicherweise nur, weil es ein Geschenk war und Sie den Schenkenden nicht verletzen wollen. Wäre es aber nicht ehrlicher, zu sagen, was man über das Geschenk denkt? Damit könnten Sie vermeiden, künftig mit weiteren unnützen Dingen beschenkt zu werden.
Möglicherweise klärt das auch gleich ihre Beziehung 😉

Wenn Sie schon dabei sind, ihren Besitz in Augenschein zu nehmen, vergessen Sie nicht, mal in ihre Vorratsschränke zu gucken. Ich habe schon sehr oft, mit Dosen, Tüten und Konserven vollgestopfte Schränke gesehen, von denen die Besitzer überhaupt nicht mehr wußten, was da alles drin steht, geschweige denn, ob es noch verzehrbar war.

Das gleiche trifft wahrscheinlich zu, wenn Sie mal Ihre Werkzeugkiste öffnen. Sie brauchen nicht wirklich fünf Schraubenschlüssel der gleichen Größe 😉
Auch Badezimmer widerspiegeln of sehr eindrucksvoll das Verhältnis des Besitzers zu Ordnung, Die Auswahl an Shampoos, Duschgels und Parfüms muß den Vergleich mit einer Drogerie nicht scheuen.
Auf den Putzmittelschrank geh ich gar nicht weiter ein, Sie wissen schon, was ich meine.

Jetzt wird’s ein wenig schwieriger: öffnen Sie mal ihre Kleiderschränke. Ja, ich weiß, die Modeindustrie verführt uns alle auf die nette, unsere Garderobe jede Saison zu erneuern. Das Budget ist meist limitiert und nicht wenige Menschen kaufen daher billig, und viel. Und was machen sie mit all den Sachen aus der letzten Saison? Die werden im Schrank nach hinten geschoben oder weggeworfen oder gespendet.
Das ist doch ziemlich fragwürdig und unethisch, oder?
Versuchen Sie es mal mit zwei einfachen Regeln:

  1. Wenn Sie etwas Neues kaufen wollen, überlegen Sie zweimal, ob Sie das wirklich brauchen. Wenn ja, dann muß es ein anderes Stück aus Ihrem Kleiderschrank ersetzen.
  2. Schauen einmal im Jahr ihren Kleiderschrank durch: das, was Sie im letzten Jahr nicht angezogen haben, brauchen Sie nicht.

Natürlich sollte alles gut und logisch sortiert sein: Socken zu Socken, Hosen zu Hosen, T-Shirts zu Shirts, am Besten noch Saison.
Übrigens, mehr Stauraum hilft nicht wirklich, um Ordnung zu halten. Es hilft dabei, Dinge außer Sichtweite zu bringen.

Ordnung halten vermeidet, dass man sich nicht von Dingen, konfusen Gedanken und ungelösten Problemen beherrschen läßt. Ordnung hilft Kontrolle über sein Leben zu behalten.
Ein Leben aufräumen beginnt oft mit der Vergangenheit. Alte Erinnerungsstücke, Fotos, Briefe durchzugucken und auszusortieren, hilft Klarheit über seine Vergangenheit zu gewinnen und erinnert auch an die Beziehungen, die noch nicht gut sortiert sind.
Dies ist zweifellos die schwierigste Phase, um Ordnung in Ihr Leben zu bringen.

Ordnung zeigt sich nicht nur in Äußerlichkeiten, also wie aufgeräumt unsere Wohnung ist, sie wird sichtbar in der Art wie wir arbeiten, Beziehungen gestalten, unser tägliches Leben meistern. Das Genie beherrscht das Chaos nicht, es kann sich nur gut darin verstecken.

Ordnung

Ordnung – more storage space does not really help

Ordnung muss sein!
This expression perfectly describes a cliché about Germans.
O.k., it’s a cliché, not all Germans fit this, not even in their personal lives. It has a bad connotation too when thinking of German history and current right-wing politics. I don’t want to go into this area but share my thoughts about Ordnung (= order) in personal life.

The issue of Ordnung has accompanied me all my life.
As a child, my parents often quoted the saying

Ordnung, Ordnung liebe sie, sie erspart dir Zeit und Müh

(about “order, order love her, she saves you time and effort”). If nothing was in order in my room, then I was not allowed to play with friends, watch TV or do something I enjoy. I had to set up order first (and once I had to write the above phrase 100 times!). Of course, it was the order my parents had defined, not mine. I think, I had only very vague notions of order and, despite of the few things I owned at the time, I had not always kept order.
Of course, it often got on my nerves when I had to meet my parents’ very strict requirements, but the drill also led me to appreciate the advantages of order.
I have learned very simple principles like: Continue reading “Ordnung – more storage space does not really help”

Uhr

Wir haben so viel Zeit

Ein Jahreswechsel ist für viele Menschen Anlaß Bilanz zu ziehen, Pläne zu schmieden und neue Vorsätze für das kommende Jahr zu fassen. Nicht selten sind die neuen Vorsätze auch die alten, hat man sie doch im vorigen Jahr aus verschiedenen Gründen nicht verwirklichen können. Meistens ist irgendetwas dazwischen gekommen womit man stattdessen seine Zeit verbracht hat. Manchmal sind das wirklich unerwartete, relativ unbeeinflußbare Ereignisse, wie beispielsweise eine schwere Krankheit, Krieg, Tod oder auch politische Faktoren, die das “normale” Leben aus den gewohnten Bahnen werfen.
Viel öfter jedoch verfällt man nach einigen Tagen oder Wochen der Neujahrs-Euphorie wieder in zurück in den alltäglichen Trott, scheinbar unfähig auszubrechen.
Das passiert so leise und selbstverständlich, wir ergeben uns einfach den unausweichlich erscheinenden Anforderungen, Aufgaben, Notwendigkeiten, Reizen und Zwängen. Übrig bleibt oft das Gefühl zu wenig Zeit zu haben, man ist müde und erschöpft und das Verlangen abzuschalten unendlich groß. Es war wahrscheinlich noch nie so einfach, Zeit einfach zu verschwenden, vorm Fernseher, im Internet, in Shopping Malls, etc.

Wir alle haben Zeitreserven, aber man braucht schon ein gewisses Maß an Ehrlichkeit sich selbst gegenüber diese auch zu entdecken oder aufzudecken – im wahrsten Sinne des Wortes 😉
Jetzt denken Sie bestimmt an das Wort Zeitmanagement? Ein Wort, welches ziemlich abschreckend für viele klingt, wird es doch meist mit noch schneller, mehr und effizienter sein im Job verbunden. Aber eigentlich bedeutet Zeitmanagement der bewußte Umgang mit der zur Verfügung stehenden Zeit. Ich komme auf die klassischen Schritte, wie man das erreichen kann noch zurück. Zunächst aber möchte ich einmal aus einer anderen Perspektive darauf gucken, wie wir Menschen unsere zur Verfügung stehende Zeit verwenden.

Menschen haben, psychologisch gesehen, die gleichen Grundbedürnisse. Jeder Mensch braucht Anregung und Inspiration, muß sich mitteilen können mit seinen Ideen und dafür Zuwendung und Aufmerksam erhalten (Artikel in Englisch) und er muß irgendwie seine Zeit gestalten. Manche Menschen planen die Verwendung ihrer Zeit nicht (bewußt), sie verbringen ihre Zeit aber mit irgendwas. Es scheint einem Menschen beinahe unmöglich zu sein, wirklich nichts zu tun. Irgendwas tut er immer: schlafen, denken, sehen. Die wenigsten Menschen sind überhaupt in der Lage allein zu sein, nichts zu tun und sich dabei nicht zu langweilen. Am Deutlichsten wird das, wenn sich Menschen außerhalb ihrer gewohnten Situation befinden, beispielsweise im Urlaub, bei Renteneintritt oder in Arbeitslosigkeit.

Zeitgestaltung

Man kann die Art, wie Mensch seine Zeit gestaltet in Abhängigkeit von der emotionalen Intensität und dem damit verbundenen emotionalen Risiko betrachten (siehe Eric Berne, Spiele der Erwachsenen. Psychologie der menschlichen Beziehungen, Hamburg 1970, Seiten 57-66) :

Zeitgestaltung
Kategorien der Zeitgestaltung
  • Rückzug
    Das könnte man als Verweigerung von Interaktionen mit anderen Menschen verstehen, körperlich anwesend sein, im Kopf jedoch abwesend (sich weg träumen). Aber auch die Zeit, die jemand mit sich allein verbringt um sich auszuruhen, zu schlafen. Dementsprechend ist hier der Grad der emotionalen Intensität hier sehr gering.
  • Rituale
    Das sind mehr oder weniger automatisch verrichtet Aktivitäten, wie beispielsweise jemanden grüßen, duschen, essen, ein Gebet sprechen, den Tag auf eine bestimmte Art beginnen, beenden, Weihnachtsfeier oder andere Zeremonien. Rituale bieten Sicherheit und sind vorhersehbar. Man muß keine emotionalen Bindungen zu anderen Menschen eingehen (religiöse Rituale, Cocktailparty, Begrüßungsrituale). Dabei ist man aber schon etwas mehr in Kontakt mit anderen Menschen, es besteht also ein vergleichsweise höheres emotionales Risiko als beim Schlafen 😉
  • Zeitvertreib
    Im negativen Sinn bedeutet Zeitvertreib eine Methode zur Abwehr von Schuld, Intimität, Verzweiflung, usw. Im positiven Sinn dient der Zeitvertreib der Suche nach Erkenntnis, Informationen, Bindung. Er geschieht um seiner selbst willen (schlendern, im Cafe sitzen, …).
    Zeitvertreib kann die Grundlage für die Auswahl von Bekannten sein, zur Entstehung von Freundschaften führen und zur Bestätigung der eigenen Einstellung dienen. Das beste Beispiel hierfür ist Small Talk, unverbindliches Geplauder, und das geht natürlich nicht ohne eine gewisse Emotionalität.
  • Aktivität
    Unter Aktivität versteht man zielgerichtete Beschäftigungen, wie beispielsweise arbeiten, lesen, putzen, kochen, lernen, Sport treiben, etwas bauen, gestalten, etc.  Diese Tätigkeiten sind befriedigend, wenn sie kreativ und/oder nützlich sind. Wir gehen alle irgendwann mal zur Schule, einkaufen oder einfach zur Arbeit und treffen dabei auf andere Menschen, zu denen wir mehr oder weniger emotional enge Beziehungen aufbauen.
    Die Nähe zu anderen Menschen ist dabei nicht zwingend (alleiniges, nächtelanges arbeiten). Man kann zielgerichetete Beschäftigungen auch allein ausüben und so ein höheres emotionales Risiko vermeiden und die und die emotionale Intensität gering halten, aber gemeinhin ist dem eher nicht so.
  • Spiele
    Gemeint sind psychologische Spiele, die harmlos oder auch emotional gefährlich sein können. Bei einem psychologischen Spiel ist das, was gesagt wird, nicht das, was gemeint ist. Der Spieler arbeitet also mit verdeckten Karten. Oft ist es eine Form der Kontaktaufnahme (oder des Zeitvertreibs) und ist in der harmlosen Form von der Gesellschaft mehr oder weniger akzeptiert.
    Klassisches Beispiel: Das ist aber ein interessantes  Bild, haben Sie das gemalt? Es folgt ein Wortwechsel über den Aufbau des Bildes. Am Ende fragt der Erste: wollen wir zusammen essen gehen? Hier äußert er erstmalig seine eigentliche Absicht, denn das Bild interessiert ihn nicht wirklich, der Maler interessiert ihn aber schon.
    Ein Spiel bietet allen Beteiligten den Schutz der inneren Lebensanschauung, ohne sie entlarvend bloßzustellen.
  • Intimität
    Das ist die aufrichtige, uneigennützige Beziehung zwischen Menschen und die wertvollste Art Zeit zu verbringen. Das emotionale Risiko ist hier am Höchsten. Tarnung oder gar destruktives Verhalten sind nicht notwendig. Intimität ist absolut spielfrei. Geben und Nehmen sind spontan, Intimität ist ohne Furcht, ohne Besitzgier, unbedingt, unabhängig von Schönheit und Nutzen. Es ist die wahre Liebe.

Diese Systematisierung enthält keine Wertigkeit und die Übergänge zwischen den Arten wie man seine Zeit verbringt, sind fließend. Aus einem Ritual kann sich schnell ein Zeitvertreib und daraus eine Aktivität entwickeln oder umgekehrt. Vielmehr ist diese Einteilung hilfreich wenn man einmal genauer schauen will, wie man seine Zeit gestaltet und wo eventuelle Defizite liegen. Idealerweise ist die Art, wie Zeit strukturiert wird, ausgewogen. Wenn man über einen längeren Zeitraum eine oder mehrere Kategorien vernachlässigt, führt das über kurz oder lang zu Spannungen, Burnout, Ersatzhandlungen (Sucht) und/oder Abwehrverhalten.

Natürlich sollte man diese Systematik nicht wie eine Schablone benutzen sie immer im Licht der momentanen Lebenssituation sehen. Wir können uns ändern, und die äußeren Umstände ändern sich auch 😉

Beobachten Sie sich einmal selbst, um einen Überblick zu bekommen, wie Sie Ihre Zeit tatsächlich verwenden Anlage Zeitstruktur PDF.

Zeitmanagement

Also schauen wir doch jetzt einmal, wie wir unsere Zeit besser einteilen können. Hier kommt das klassische Zeitmanagement ins Spiel. Die relativ einfachen Grundregeln kann man sowohl im privaten wie auch beruflichen Umfeld anwenden und je nach Bedarf weiter aufdröseln und tiefgründig anwenden:

  • Ziele setzen:
    Warum will ich dieses oder jenes erreichen?
    Was stelle ich mit dem Erreichten an?
    Was wird dadurch für mich anders?
  • Organisation:
    Was brauche ich, um dieses oder jenes zu erreichen?
    Welche Umgebung, Hilfe, Werkzeuge, Voraussetzungen sind notwendig?
  • Planung:
    Wann tue ich was und wie lange?
    Wie kann ich komplexe in kleinere Aufgaben aufsplitten?
    Welche Aufgabe kann ich wann am besten erledigen (morgens, abends, nachts)?
  • Prioritäten setzen:
    Wie wichtig ist die Aufgabe?
    Wie eilig ist diese Aufgabe?

Die größte Falle hier ist, schon bei der Analyse dessen aufzugeben, was man braucht, um bestimmte Ziele zu erreichen. Wenn Sie dort stecken bleiben, dann haben Sie wahrscheinlich nicht ihr wirkliches Ziel formuliert 😉

Machen Sie sich einen Plan, einen detaillierten für die Woche, einen etwas gröberen für den Monat, das Quartal, das Jahr. Setzen Sie sich Zeitlimits, beachten Sie Deadlines, planen Sie einen Zeitpuffer ein, vermeiden Sie Ablenkung und lernen Sie, Nein zu sagen und zu delegieren.

Mein Zeitplan (PDF) enthält Prioritäten und die Zeitkomponente und wenn Sie mögen, können Sie Ihre Aufgaben auch entsprechend obiger Systematik zur generellen Zeitstrukturierung kennzeichnen.
Mir hat das besonders in Streßsituationen geholfen, nicht den Überblick und mich selbst zu verlieren. Mittlerweile muß ich mir das nicht mehr aufschreiben, sondern kreiere meinen Plan im Kopf, was manchmal zu Schwierigkeiten mit meiner Umgebung führt, die ja nicht in meinen Kopf hineinschauen kann 🙂

Sie fühlen sich jetzt schon überfordert und das dauert alles zu lange, braucht Zeit, die sie nicht haben?
Am Anfang sicher, aber Sie können es sich zur Gewohnheit machen und dann wird es ein Ritual, dem sie ein bestimmtes Zeitfenster zuordnen. Das geht dann immer schneller und einfacher und es spart Zeit.

Versuchen Sie es mal, Sie haben gerade eben ein ganzes Jahr neue Zeit geschenkt bekommen 🙂

 

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Faces

Auftragsklärung und Kundenzufriedenheit

Wenn ich Beratungen zur persönlichen Entwicklung annehme, habe ich zuvor eine detaillierte Auftragsklärung gemacht. Klärung im Sinne des Wortes: etwas klar stellen, sichtbar machen.
Ich kläre den Gegenstand der gemeinsamen Arbeit, das Ziel, Sinn und Nutzen und wie wir beide, der Kunde und ich, dieses Ziel erreichen wollen.
Der Vorteil eines solchen Vorgehens sind

  • die Teilung der Verantwortung als Voraussetzung für eine gleichwertige Beziehung
  • die Vermeidung unrealistischer Erwartungen
  • Bewusstheit über Wünsche, Ziele, Spielräume und Grenzen
  • die Vereinbarung eines konkreten Ziels

Erst dann kann ich, auf der Basis meiner Kompetenzen, den Auftrag annehmen oder ablehnen.Das klingt simpel und selbstverständlich, ist es aber nicht.
Im “normalen” Geschäftsalltag scheint die Auftragsklärung ein eher schwieriges Unterfangen zu sein. Oftmals liegt der Fokus auf den technischen Details eines Auftrags/Angebots und die Gestaltung der Kundenbeziehung wird als ein sich automatisch entwickelnder Prozeß angesehen. Da kann es schon passieren, dass man aneinander vorbei handelt und die gewünschten Ziele auf beiden Seiten nicht erreicht werden.
Sie, als auch ihr Kunde, wollen verfügbare Ressourcen und Möglichkeiten optimal nutzen bzw. weiterentwickeln um ihre jeweiligen Marktpositionen zu sichern und zu verbessern.

You need to create value for your customers in order to generate revenue.

Es ist also notwendig vorab zu klären, wie Sie, als Anbieter Kundenzufriedenheit definieren. Die Beantwortung dieser Fragen kann dabei hilfreich sein, letztlich haben diese Fragen aber auch damit zu tun, wie Sie Ihr Unternehmen sehen, wofür es steht (Mission & Vision):

  • Welche Vorteile hat die Zusammenarbeit mit ihrem Unternehmen?
  • Was ist notwendig, um diese Vorteile wirksam werden zu lassen, in ihrem Unternehmen, beim Kunden?
  • Wie definieren sie Erfolg für ihr Unternehmen, für ihre Kunden?

Wie erreicht man Kundenzufriedenheit?

Der Auftrag ist gut erledigt, wenn der Kunde akzeptiert was er bekommt.
Der Auftrag ist gut erledigt wenn der Kunde bekommt was er sich gewünscht hat.

Natürlich entwickeln und liefern Sie was der Kunde will.
Aber, was verkaufen sie ihrem Kunden? Was Sie glauben was er will/und möchte oder was er braucht?
Das ist ein feiner, aber sehr bedeutsamer Unterschied 😉

Im Bereich Webdienstleistungen und Softwareentwicklung erlebe ich oft, dass beinahe alles widerspruchslos realisiert wird, was der Kunde verlangt bzw. dass der Kunde akzeptieren muß, was ihm angeboten wird. Das ist einerseits verständlich, hat man doch Angst den Kunden zu enttäuschen und/oder zu verlieren. Meistens jedoch kommt eine wirkliche Auftragsklärung, die sowohl Beratung als auch Orientierung bietet, zu kurz.
Die Komplexität solcher Produkte und Services überfordert nicht immer nur den Kunden, sondern oft auch den Anbieter.
Fehlende Kenntnisse (beim Kunden, bei Verkäufern, Projektmanagern und Entwicklern), mangelnde Möglichkeiten der Weiterbildung und Zeitknappheit sind die Hauptgründe für das Scheitern solcher Projekte.

 

Wenn Sie nun die Wünsche ihrer Kunden kennen, dann ist es an der Zeit zu schauen, inwieweit sie über die zur Erfüllung dieser Wünsche notwendigen Ressourcen verfügen und wie es um ihr Leistungsvermögen steht. Dabei ist es wichtig auch die Entwicklungen des Marktes (Trends, Wettbewerber) zu beachten.
Nur dann ist es möglich, eine, ausgeglichene Kundenbeziehung und eine nachhaltige Wertschöpfungsstrategie zu entwickeln:

  • Wie sinnvoll ist das zu entwickelnde Produkt/Service für die Realisierung der Ziele des Kunden?
    • Was wird damit optimiert, neu entwickelt? Welche Konsequenzen hat der Einsatz des Produkts für den Kunden?
  • Welchen Wert mißt der Kunde dem Produkt/Service bei?
    • Welches sind seine Anforderungen an Qualität, Effizienz, Sicherheit und Zuverlässigkeit?
  • Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis des Produkts/Services für den Kunden?
    • Was bekommt der Kunde für sein Geld, seine Zeit, seine Aufwendungen?
  • Welchen Einfluß hat Ihr Verhältnis zum Kunden auf dessen Zufriedenheit (während der Auftragsabwicklung und danach)?
    • Wie beziehen Sie die Kreativität des Kunden in den Entwicklungsprozess ein?
    • Wie gestalten Sie Support, after sales services, updates/upgrades?

Eine detaillierte Auftragsklärung und die Ermittlung der Wertvorstellungen des Kunden helfen bei der Evaluation Ihres Leistungsvermögens und bei der Gestaltung problemloser und langfristiger Kundenbeziehungen.
Als Anbieter sparen Sie somit Zeit und Geld, welches für die kontinuierliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter und für die Entwicklung neuer Produkte/Services verwendet werden kann.

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Sustainable Business Development

 

The transition to a resource-saving and sustainable economy is one of the largest challenges of our century. The preservation and augmentation of capital is a self-evident tasks for companies, but sustainability in managing ecological and social resources is still relatively new. Economics was often conceived as a set of rules, based on abstract models, for the development of businesses and economies, which seemed to have no relation to social and ecological contexts. Even today, we still use mathematical models from the 19./20. century to predict, understand and analyse economical processes.

In the past, entrepreneurial sustainability meant achieving economic advantages over competitors. Economic factors such as shareholder value, revenue, profit, and market shares were the main focus of businesses.

As Milton Friedman said: «The business of business is business»

Social and ecological problems were, according to this understanding, the responsibility of the state. That has changed in the last 20, 30 years. Sustainability has now become an integral part of management in many, at least globally active, companies. Businesses have improved their operations so that they consume fewer resources and produce less waste. In short, they have become more efficient and have increased their profits and the shareholder value of their company.

But this is not enough in terms of a sustainable business development
. The equation of a more efficient use of existing resources with sustainability is a way too short thought. Such an approach encourages the widespread belief that, with the help of technologies, we are able to make better and longer use of existing resources and do not have to change our consumption behaviour.

Triple Bottom Line (TBL)

The so-called triple bottom line ( people, planet and profit) is a framework to evaluate business performance in a broader perspective to create greater business value.
 This framework has led to legal changes around the world and resulted in the creation of new types of enterprises. It also influenced the way businesses do business:
Stages of business development

  1. Economical development and increasing shareholder value
  2. Developing and increasing of Shareholder-Value and managing (re-active) economical, ecological and social challenges related to it by reducing the negative impact of the business on society
  3. Integration of environmental, social and governance issues in business processes by developing a positive impact of the business on society (pro-active)

I guess the majority of businesses is still at stage 1 and/or 2, only a few companies are focusing on positive contribution to resolve societies’ sustainability problems.
 Even though many companies claim that they are acting sustainable, but still are not involved or supportive in solving social and global challenges. Most of the companies are still following a reactive approach on those challenges to comply with regulations (CO2 / NOx – Emissions, safety regulations, ISO 14001, etc.).

How to develop a business sustainably?

As described above, increasing profits and shareholder value alone is not sufficient for sustainable business development.
 Probably, the way how the business is done and the business culture itself needs to undergo a change. Quite often, business models are very old-fashioned just as are their working processes and technical infrastructure. Technology is often rather seen as a threat to the business (decreasing customer loyalty through constant availability of internet access ) than a benefit.

A continuous, regular reassessment of resources, processes, prices, benefits and customer values will soon show under-performing segments of your business.  Do you know the cost – income rate for each of your services/products?
By simplifying processes and the use of scalable, (open source) technical infrastructure, costs can be cut to make money available for necessary investments in new product/service/professional education development.
When it comes to process optimisation, companies are quick in reducing costs by reducing the number of employees or decreasing payment instead of thinking and testing new working (and payment) models like e.g. remote work. Remote work  might not work for all professions, but for a lot of people working in administration, marketing, IT.
 The incapability of handling such an organisational change and the fear on both sides, on employers and employees, to either lose control or to get fired, is a big hurdle .
In this context, transparency is as big challenge and can be powerful accelerator in balancing interests of shareholders/owners, employees and the society, ending up redefining the company culture. It’s not done by just changing the public relation strategy but focusing on customer values and giving space for creativity when it comes to further professional development helps to drive customer oriented development and creates openness to change.