Agile restoration

You might have noticed: we, Hagen and me are restoring an old house here in Fitou for our daughter Isabell and her husband Dick.
Isabell and Dick helped as often as possible and together we did all the planning but currently they are travelling the world.
The goal is to have to house at least to 80% ready when they are back end of March next year. That’s an ambitious goal and we, Hagen and me, are constantly “fighting” about the seriousness of this deadline, but we still love each other 🙂 We have very different approaches to time frames and how we calculate them. I am often too ambitious, Hagen is more conservative and at the end, we mostly meet us in the middle. Continue reading “Agile restoration”

Plastering a wall with stucco

Many years ago, when we restored our house, I plastered my very first walls ever in our living room. I just came back from a one week training course where I learned the basics of wall plastering with lime, sand and marble powder. These walls were in a very rough condition, we had removed the old plaster, closed some holes with natural stones and here I came, ready to build up all the layers necessary before the final one could be done. Back then, I used sieved sand with lime and troweled it off. I did not know that the trowel should be made of a special steel so that no traces of troweling will be visible afterwards. My trowel wasn’t such a one and when the walls were try, lots of greyish traces became visible. It didn’t bother us very much but during the last years I became more Continue reading “Plastering a wall with stucco”

Ein Kessel Buntes

Wir wohnen da, wo andere Urlaub machen. Entsprechend voll ist es hier auch momentan und eigentlich, wollten/sollten auch wir einfach nur Urlaub machen.
Aber wie so oft, haben wir dermaßen viel zu tun, dass wir es nur zwei-dreimal die Woche fĂŒr kurze Zeit an den Strand schaffen.
Ja ja, das liegt an uns selbst und wir könnten das auch selber Ă€ndern, aber irgendwie kriegen wir das im Kopf nicht hin 😉 Noch nicht. Heute Morgen haben wir das Jahr 2024 zum Trödeljahr erklĂ€rt, bis dahin wollen wir alles fertig gebaut haben.

Vergangene Woche hab ich mal wieder gemauert. Die große Trennwand, die verstĂ€rkt werden muß durch eine stabile Steinmauer aus Ziegelsteinen. Jetzt bin ich endlich in der letzten Etage angekommen und muß schĂ€tzungsweise nur noch 300 Steine vermauern. Das ist echt schwere Arbeit, jeder Stein wiegt 8 kg, dazu muß ich noch den Mörtel anrĂŒhren und das Material dahin tragen wo ich es brauche. Am Anfang geht das ja noch, aber so ab der fĂŒnften Reihe muß ich aufs GerĂŒst klettern. Das hĂ€lt zwar fit, aber ist auch ziemlich anstrengend. Ich hoffe, dass ich die Mauer bis Ende nĂ€chster Woche fertig bekomme.

Mauern selber ist jetzt nicht so eine geistige Herausforderung, aber dafĂŒr kann ich dabei so wunderbar nachdenken:

Über das Alter

Mittlerweile brauche ich eine Brille, um mich zu schminken und dabei sehe ich plötzlich all die vielen kleinen Falten in meinem Gesicht und an meinem Körper.
Dabei habe ich doch fast 40 Jahre gebraucht um mein Äußeres zu mögen und jetzt sind die Haare grau und ich hab ĂŒberall Falten. Das sind, zugegebenermaßen relativ geringfĂŒgige Probleme, denn es geht mir gut, ich bin fit, gesund und glĂŒcklich und kann machen was ich will 🙂

Allerdings ĂŒberlege ich mir schon, ob ich in 20 Jahren noch immer so leichtfĂŒĂŸig alle Treppen in unserem Haus hoch und runterkomme oder ob es nicht vielleicht besser wĂ€re, wenn wir uns ein ebenerdiges Haus bauen. So ein richtig modernes, abgedrehtes, gut in die Gegend passendes Haus mit großem Garten direkt vor der TĂŒr wo ich dann bis ins hohe Alter rumwerkeln kann. Aber das braucht mindestens die nĂ€chsten 6-8 Jahre, bis alles so ist, wie wir das haben wollen. 

WĂ€re es dann nicht besser, einfach das Leben in unserem jetzigen, sehr schönen Haus und Garten zu genießen, zu reisen und all die Dinge zu bauen, die ich schon immer mal bauen wollte? Wenn ich (wir) dann tatsĂ€chlich, so ab 80 die Treppe nicht mehr steigen kann, dann können wir die HĂŒtte ja immer noch verkaufen und woanders hinziehen.

Über den Tod

In den letzten Wochen sind ein paar Ă€ltere Leute hier aus Fitou “verschwunden”. Die meisten haben allein gelebt, sind schon sehr alt und zunehmend gebrechlich geworden. Ich konnte sehen, wie es fĂŒr sie immer schwieriger wurde allein zurecht zu kommen. Und irgendwann ging es nicht mehr und sie mußten dann in ein Pflegeheim gehen. Keiner von den alten Leuten wollte jemals in ein solches Heim, aber keiner aus deren Familien ist in der Lage, immer bei ihnen zu sein, so dass die Unterbringung in ein solches Heim unumgĂ€nglich schien. Und da sind sie jetzt und leben, aber eben auch nicht mehr wirklich. 

FĂŒr alle Beteiligten ist das eine schwierige und traurige Situation und jeder sagt, so möchte ich nicht mein Leben beenden. Aber wie dann? Ich meine, man kann ja nicht einfach so beschließen: so, jetzt ist es genug, jetzt will ich sterben und dann ist es vorbei. Ein selbstbestimmter Tod ist gesellschaftlich nicht wirklich akzeptiert, zumindest hier nicht. Das ist ein schwieriges Thema. 

Ich hoffe, dass mir so etwas nicht passiert und ich in der Lage sein werde, mein Lebensende selbst zu bestimmen.

Über Orwellsche Umdeutungen

Mir fĂ€llt auf, dass, wenn ich mit anderen diskutiere, vielen Worten heute eine andere Bedeutung gegeben wird, als frĂŒher (als ich noch jung war). Ein solcher Begriff ist Vertrauen. 

Es gibt eine Menge Leute, die glauben, dass man mit perfekt logischen, technischen AblĂ€ufen alle Risiken ausschalten und somit das Vertrauen der Anwender/Benutzer gewinnen kann. Das meint, man soll technischen AblĂ€ufen, Algorithmen vertrauen. Selbst wenn man alle Parameter gemessen, eingestellt und berechnet hat, bleibt doch immer noch das Risiko, dass etwas unvorhergesehenes, durch menschlichen Einfluß hervorgerufenes, geschieht. 

Vertrauen hat meiner Meinung nach, etwas mit menschlichem Verhalten zu tun und es kann niemals hundertprozentig berechnet werden. Wem ich heute vertraut habe, dem kann ich doch nicht morgen ebenso blindlings vertrauen, sondern muß doch immer wieder meine “Parameter” ĂŒberprĂŒfen und mich neu entscheiden, ob ich vertraue. Das ist doch eigentlich unkalkulierbar, und hĂ€ngt immer vom sozialen Verhalten der beteiligten Personen ab, oder?

Hagen liest gerade das Buch “Vertrauen” von Luhmann und natĂŒrlich diskutieren wir intensiv darĂŒber. Luhmann schreibt, dass Vertrauen letztlich auf TĂ€uschung beruht, denn man kann eben Entscheidungen nicht zu Hundertprozent rational treffen, sondern da gibt es immer einen unkalkulierbaren, schwer zu definierenden Einfluß, der uns letztlich entscheiden lĂ€ĂŸt. Man kann das Intuition nennen, oder das bewußt-unbewußte, was wir irgendwo tief in uns gespeichert haben. Eine TĂ€uschung ist es vielleicht dann, wenn wir nicht das gewĂŒnschte Ergebnis erhalten, unser Vertrauen also nicht gerechtfertigt wurde. Dann mĂŒssen wir uns ent-tĂ€uschen.
Irgendwie ist das Thema noch nicht rund fĂŒr mich, mal sehen, wie es bei Luhmann weiter geht.

Das sind schwere, aber interessante Themen. Ich muß jetzt unbedingt an den Strand und erstmal eine Runde Wellenschlaf machen.

Schnell, teuer und hĂ€ĂŸlich kann jeder 😀

Vor ein paar Wochen, als ich ziemlich mĂŒde von der Arbeit (ich hab eine große Wand verputzt) nach Hause kam, fand ich meinen Liebsten mit einer Nachbarin im Garten sitzend, vertieft in ein GesprĂ€ch. Sie war mit ihrem Baby spazieren und hat unseren Garten, der noch im Entstehen, aber schon schön ist, bewundert.

Es stellte sich heraus, dass sie seit letzten Sommer, als sie auf einer Vernissage der ART Fabrik war, versucht hat, mit mir in Kontakt zu kommen. Aber irgendwie hat sie sich nicht getraut, weil wir doch eh schon so viel Arbeit haben. Continue reading “Schnell, teuer und hĂ€ĂŸlich kann jeder 😀”

Casein-Lime Paint

It`s already seven years since we constructed a new spiral staircase for our house. Hagen built a wooden skeleton and I put gypsum on it, layer by layer, until it looked like an elegant, old staircase. The final surface was plastered with a mix of lime, gypsum, pigments and protected with savon noir.
One can certainly imagine that time left some signs of wear on the surface, scratches and stains from the daily use. It also had, from the beginning of her life, some fine slopes and dales, resulting from my first attempts of working with fine plaster. Every day I saw it and thought: I can do it better now! Continue reading “Casein-Lime Paint”

A lost world

Currently, we are renovating an old house for, and partly with, our daughter and her husband. It’s hard work and sometimes, I am so tired after a day, that only a warm bath or, if the weather allows it, laying on the beach brings me back to life.
After all these years in management positions, I have to say that I prefer now this kind of work. Restoring a house also needs a lot of organisational and project management skills, and a great ability to learn new things in short time. I really love this work, it’s satisfactory to build something which remains a long time, which is useful and beautiful. Continue reading “A lost world”

conservatoire des ocres

Ochres from Roussillon

There are places in this world, I have to go there again and again and so I went last Friday. Roussillon, more precisely, the Conservatoire des ocres et de la couleur is such a place. Here I learned all the old techniques of wall plastering, here I always buy pigments and tools for my paintings and wall design, here I get advice and answers to technical questions.
This is such a beautiful place, it is so pleasant to stroll through the rooms of the old ochre mill and get inspired by all these wonderful colours.
And of course, I always find new pigments, this time a new blue 🙂

Treppe

Die glĂŒckliche Befreiung einer Treppe

Seit Januar arbeiten wir an der Renovierung einer alten Treppe, genauer gesagt an der Umgestaltung des Eingangsbereichs eines Hauses. Ein paar Stufen dieser Treppe waren ziemlich kaputt und vom Vorbesitzer aus diesem Grund mit Beton ĂŒbergossen worden. Das sah echt nicht schön aus und als ich eben diese Stufen repariert hatte, fiel mir auf, dass die Seiten der Treppe ziemlich bröslig waren. Solche alten Treppen sind hier in der Gegend meistens aus Gips und Feldsteinen gebaut worden. Belegt wurden die Trittstufen entweder mit Terrakottafliesen oder Naturstein. Beides tritt sich ĂŒber die Zeit ab bzw. geht kaputt und deshalb wurden diese alten Treppen bei einer Modernisierung entweder herausgerissen oder irgendwie, selten schön, repariert. Continue reading “Die glĂŒckliche Befreiung einer Treppe”

Da brauchste Nerven wie Drahtseile

Die letzte Woche war vollgepackt mit so vielen unterschiedlichen Arbeiten, TĂŒdel und organisatorischem Kram, dass ich am Freitagabend nicht das GefĂŒhl hatte irgendetwas wirklich geschafft zu haben. In solchen Momenten fĂ€llt es mir schwer freundlich zu sein. Die teilweise völlige Abwesenheit von Kundenorientierung in hiesigen BaumĂ€rkten wirkt da eher wie ein Katalysator fĂŒr meine zunehmende Ungeduld.

Momentan bauen wir einen Fußboden fĂŒr dieses Haus. DafĂŒr brauchen wir Kies. Der nĂ€chste Baumarkt ist ca. 20 km entfernt und es dauert ca. 45 Minuten hinzufahren, zu kaufen und wieder zurĂŒckzufahren. Es sollte also möglich sein, vormittags drei Fuhren zu schaffen (der Laden macht 12h00 zu und zwischendrin mĂŒssen wir den Kies per Schaufel abladen und ins Haus tragen.) Continue reading “Da brauchste Nerven wie Drahtseile”

The Wall

The wall

Few weeks ago, we started restoring another old house here in Fitou. Long time ago, it has been a larger house which was separated into two houses as a result of an inheritance debate.
The separation wall was partly made with flat natural stones in gypsum and small terra-cotta bricks but only about 5-7 cm thick.
One don’t need much imagination, that this wall is not a very stable solution, not to mention the lack of insulation. There were also a lot of holes so we could see through to the neighbour’s house. On top of this, we need to change some of the beams, which are going through to the other half. Without a stable support it wouldn’t be possible. Continue reading “The wall”