Playful

Last weeks I worked with very raw materials: petrified earth, field stones, stones that have crumbled into earth, gravel and lots of beton. We built a floor in a part of an old cave, about 28 square meters. We chopped out a lot of earth and stones (because over the years, some of what was stored on the ground dissolved into some kind of soil), transported most of it into our garden as a foundation for a new vegetable bed, levelled the ground with gravel and concreted the ground.
I have to submit I like working with concrete, as I do with sand and lime and since a few weeks, bitumen.
Although these are very sturdy and rough materials, they can be a very smooth when perfectly mixed and manipulated.
After the hard floor building work I still wanted to continue experimenting how I can use them on canvas. This time I played around with bitumen again. It resulted in something I have no title for. No planning, no thinking, I just forgot myself but giving something of myself into this painting: my memories, feelings, my sense of things, life and dreams. Something stirred within me which needed to come out.
Find yourself a title, a meaning, like it or not 😉


Unanticipated Situation

A beginning cold on the first cool weekend after the summer forced me to rest and so I did almost nothing but read and think. I was shocked how fast this year has already progressed, in the midst of all the work I hardly noticed that now summer is coming to an end.

The restrictions associated with the pandemic have not really threatened my habits so far. At the beginning of the very strict curfew, I took it more as a sign to (finally) finish all construction sites and projects one after the other, especially the restoration of a house. And I enjoyed the peace and silence in the village and how the nature that has visibly reclaimed its territory.

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Die liebe Liebe

Sehr viele Menschen kommen irgendwann einmal an den Punkt, wo sie ihre Paarbeziehung hinterfragen. Oft nur aus einem mulmigen GefĂŒhl heraus, dass etwas nicht ganz richtig ist, manchmal, weil einem der andere zunehmend auf die Nerven geht oder auch weil man sich innerlich weit entfernt fĂŒhlt von seinem Partner. 

GrĂŒnde gibt es viele und sie haben viel mit unserem unbewußten Denken, FĂŒhlen und Handeln zu tun und wie unser Partner darauf reagiert. Es verlangt von jedem ein hohes Maß an Achtsamkeit sich selbst gegenĂŒber. Denn das Problem des einen ist auch das Problem des anderen.

Eine Beziehung braucht Bindung und Autonomie, braucht Wurzeln und FlĂŒgel zugleich. Eine Beziehung braucht sowohl VerlĂ€sslichkeit und Struktur als auch FlexibilitĂ€t und SpontanitĂ€t. Hans Jellouschek hat das sehr schön in einem PolaritĂ€tsmodell dargestellt:

Diese BedĂŒrfnisse sind gegensĂ€tzlich, aber in einer gesunden Beziehung durchaus vereinbar. Liebe bleibt nur dann lebendig, wenn sich die Partner nicht polarisieren, die Gefahr liegt in der Polarisierung. Wenn beispielsweise ein Partner sehr großen Wert auf NĂ€he liegt aber dem anderen keinen Freiraum fĂŒr eigene AktivitĂ€ten gibt, dann fĂŒhlt sich der andere womöglich eingeengt und wird sich irgendwann seinen Ausweg aus der Umklammerung suchen.

Das gleiche gilt fĂŒr ein gesundes VerhĂ€ltnis von Struktur (Dauer) und SpontanitĂ€t (Wechsel).
Klarheit in den Strukturen, PlÀnen und Aufgaben sind gut und wichtig, aber ebenso braucht es das spontane umwerfen aller PlÀne sowie flexible Anpassungen des geplanten. 

Alle diese BedĂŒrfnisse sind notwendig und wichtig, wir mĂŒssen nur herausfinden, was dem anderen wichtig ist und wie wir das mit unseren BedĂŒrfnissen in eine Balance kriegen.
Eine Balance herstellen meint nicht, dass wir nun Buch darĂŒber fĂŒhren und gegeneinander aufrechnen, was wir fĂŒr den anderen getan oder nicht getan haben. Es mag durchaus gut funktionieren, dass ein Partner sich um die tĂ€gliche Organisation des Haushalts kĂŒmmert und der andere um die Finanzen, aber jeder sollte in der Lage sein, informiert und wissend an die Stelle des anderen zu treten.

So weit das Ideal 🙂
Aber wenn es dann doch nicht so ideal lĂ€uft in der Beziehung dann mag es hilfreich sein, sich diese Fragen zu stellen und auch ehrlich fĂŒr sich zu beantworten:

  • Willst du in dieser Beziehung leben, ohne Bedingungen zu stellen, egal unter welchen UmstĂ€nden?
  • FĂŒhlst du dich in körperlicher NĂ€he uneingeschrĂ€nkt wohl in dieser Beziehung?
  • FĂŒhlst du dich in dieser Beziehung gebunden und frei zugleich, d.h., ist dein BedĂŒrfnis nach Geborgenheit und Freiheit ausgewogen?
  • ErfĂ€hrst du genĂŒgend UnterstĂŒtzung fĂŒr dich und bist du in der Lage UnterstĂŒtzung zu geben? Wie steht es hier um die Balance?
  • Welche Impulse, GefĂŒhle, Gedanken löst dein jetziger Partner bei dir aus?
  • Was passiert oft, wenn du deine Impulse, GefĂŒhle, Gedanken Ă€ußerst?
  • Wie oft tust du etwas ihm zuliebe?
  • Wie oft tut er etwas dir zuliebe?
  • Könnt ihr einander verzeihen?
  • Was ist fĂŒr dich die Herausforderung in dieser Beziehung?

Sich diese Fragen zu beantworten ist möglicherweise nur ein erster Schritt, eine Paartherapie könnte ein zweiter sein, falls man nicht zu einer Lösung findet.

Ich hab das hier mal so ausfĂŒhrlich aufgeschrieben, weil es gerade im Bekanntenkreis thematisiert wurde. In meiner Beziehung ist alles sehr schön 🙂

Black and White

After a long break, filled with plastering lots of walls with stucco and lime, I found some time painting again.
Deeply inspired by Chinese art, I started exploring ink drawing and calligraphy, watched many tutorials about it, went to the amazing exhibition of Fabienne Verdiers’ paintings in Aix en Provence and finally tried it myself.
I skipped my taloche and used new tools, techniques and materials.
The result is also quite different to what I did before: different feeling to paint that way, very fine, soft, reduced to the essentials and somehow quiet.


I’ll go in this direction for a while, there is still so much to discover.

China ist anders

So langsam fangen wir ja an mit Reisen, diesmal nun also China. Auslöser fĂŒr die Reise war die Cloud Conference von Alibaba, hinzu kamen ein paar andere geschĂ€ftliche Treffen und so haben wir eine Reise drumherum gestrickt. Je mehr ich nachgelesen habe, desto mehr Ziele kamen auf unsere Reiseliste und am Ende haben wir uns dann entschieden fĂŒr vier Wochen durch einen kleinen Teil dieses Landes zu reisen. Als Kostprobe, sozusagen.

Vor vielen Jahren habe ich mal auf einer Konferenz jemanden getroffen, der gerade aus China zurĂŒckkam. Ich fragte ihn, wie das denn dort sei und er antwortete: China ist ganz anders als wir uns das hier vorstellen.
Wieder zu Hause habe ich allen, die gefragt haben, eine sehr Ă€hnliche Antwort gegeben. China ist ganz anders, als es uns hier oft beschrieben und dargestellt wird. NatĂŒrlich habe ich nur einen klitzekleinen Ausschnitt des Landes gesehen, habe, ob der Sprachbarrieren, nur mit einer Handvoll Einheimischer reden können, aber diese Reise hat mein Bild von China doch sehr verĂ€ndert.
Was mich am meisten ĂŒberrascht hat: es ist fast alles neu, sehr modern, sehr gut organisiert, irgendwie funktioniert alles mit sehr viel Harmonie.

Überall, selbst in den Bergen, hat man 4G Internet, niemals steht man lĂ€nger (und schon gar nicht allein) an einer Bushaltestelle, die Busse (elektrisch!) fahren oft abhĂ€ngig vom Bedarf auch zusĂ€tzlich zum Fahrplan. Die Bahnhöfe sind wie FlughĂ€fen organisiert, die sehr komfortablen ZĂŒge fahren auf die Sekunde pĂŒnktlich los und kommen ebenso pĂŒnktlich an, selbst wenn man 1400 km unterwegs ist.

Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit, allerdings nicht besonders rĂŒcksichtsvoll wenn es darum geht einen guten Platz auf der Aussichtsplattform zu bekommen. Da gibt es ein Schieben und DrĂ€ngeln und wenn man da als höflicher EuropĂ€er nachgibt, kommt man niemals nach vorn. Aber ein solches Verhalten ist wahrscheinlich normal, wenn man bedenkt wieviele Menschen dort leben.

Wir kamen mitten in den Vorbereitungen zum 70. Jahrestag der GrĂŒndung der Volksrepublik China in Peking an. Unser Hotel war in der NĂ€he der Verbotenen Stadt. Viele Straßen waren schon abgesperrt fĂŒr die Feierlichkeiten und man mußte Sicherheitskontrollen passieren, um zum Tiananmen Platz zu kommen. Es wurde uns gar empfohlen, das Hotel eine Nacht eher zu verlassen und etwas außerhalb des Zentrums zu buchen, weil die Straße davor fĂŒr die Übungen der Parade gesperrt war. Aber hey, alles war super freundlich und die Menschen schienen völlig aus dem HĂ€uschen und stolz auf ihr Land zu sein. Die haben aber auch eine eindrucksvolle Entwicklung in den letzten 30 Jahren hingelegt!
Ich habe, ehrlich gesagt, viel mehr Propaganda Poster erwartet. Den in westlichen Medien beschriebene Personenkult um den StaatsprÀsidenten Xi Jinping habe ich nicht wahrgenommen, ich hab nirgendwo Bilder von ihm gesehen. Möglicherweise hÀngen die in Regierungs- und ParteigebÀuden, aber eben nicht an jeder Ecke. Das kenne ich aus der DDR noch ganz anders.

Und ĂŒberhaupt, ich hab Schwierigkeiten diesem Land den Stempel des Kommunismus aufzudrĂŒcken. Was ich gesehen habe ist eher ein zentral gelenkter Kapitalismus mit sehr sozialer AusprĂ€gung. Die Chinesen selbst bezeichnen ihr Staatssystem als demokratischen Zentralismus. Das Grundanliegen, welches immer wieder betont wird, ist, dass es allen Menschen des Landes besser gehen soll. Es lohnt sich fĂŒr ein besseres VerstĂ€ndnis, die Verfassung der Volksrepublik China zu lesen.
Die Menschen reden auch davon, dass sie nur gemeinsam ihr Land aufbauen können, dass es gut fĂŒr alle sein soll, dass die, die viel Geld verdienen, etwas an die Gesellschaft zurĂŒckgeben mĂŒssen. Das westliche Gesellschaftssystem scheint vielen nicht geeignet bzw. nicht erstrebenswert zu sein.

Ich fragte nach dem Social Point System und hörte durchweg positive Zustimmung. Schließlich mĂŒssen die Menschen aufeinander achten und sich gut zueinander verhalten. Jemand sagt mir, dass es die Übertragung des Criminal Records (Ă€hnlich einem polizeilichen FĂŒhrungszeugnis) in ein Punktesystem ist.
Ich fragte auch danach, wie es sich anfĂŒhlt, dass ĂŒberall Kameras sind, die jeden deiner Schritte aufzeichnen. Die verblĂŒffende Antwort war: in China gab es noch nie PrivatsphĂ€re. Und die Kameras helfen, MissstĂ€nde und Vergehen aufzuzeigen bzw. vorzubeugen.
Momentan scheinen die Menschen dort kein Problem mit der digitalen Erfassung zu haben, weil sie wohl mehrheitlich nicht gegen sie, sondern fĂŒr ihr Wohlergehen genutzt wird.

Jedenfalls klingt das fĂŒr mich alles irgendwie zu schön um zu funktionieren, ich weiß nicht, ob und wie die das hinkriegen und ob da unter der Teerdecke etwas brodelt.
Ich frag mich auch, ob man so ein Riesenland nicht nur zentral regieren kann. Andererseits, es gibt so viele Experimente wirtschaftlicher und sozialer Art in verschiedenen Regionen das Landes, da gibt es mit Sicherheit auch jede Menge heiße Diskussionen ĂŒber Richtungsentscheidungen, die letztlich nur im Konsens mit Wirtschaft, Partei und Regierung getroffen werden, sonst wĂ€re das Land nicht so erfolgreich.
Jedenfalls hat das, was ich dort gesehen habe nicht viel zu tun mit dem was in der westlichen Presse ĂŒber China geschrieben wird.

Letzte Station unserer Reise war Hongkong. Und dort lernte ich etwas ĂŒber Propaganda. Wir kamen am Vorabend des Nationalfeiertags an und wurden denn auch im Hotel gleich darauf hingewiesen, dass am Folgetag mit Demonstrationen und Ausschreitungen zu rechnen sei. Unser Hotel befand sich im Zentrum der Demonstration und es wurde uns empfohlen, entweder am spĂ€ten Vormittag das Hotel zu verlassen und erst nach Mitternacht zurĂŒckzukehren kommen, oder aber am Nachmittag im Hotel zu bleiben.
Wir wollten natĂŒrlich etwas von Hongkong sehen und verließen unser Hotel am Vormittag. Ich hatte eine leichte Magenverstimmung und fĂŒhlte mich nicht fit genug um bis Mitternacht herumzulaufen. Deshalb entschlossen wir uns am frĂŒhen Nachmittag dann doch wieder ins Hotel zurĂŒckzukehren. Die Demonstration, die ĂŒbrigens nicht genehmigt war, hatte bereits begonnen. Ab und zu waren Sprechchöre zu hören, aber ansonsten sah alles sehr friedlich aus. Wir sind auch ohne Probleme ins Hotel gekommen, waren jedoch schon ein wenig aufgeregt. Durch die Lage des Hotels hatten wir sozusagen einen Logenplatz.
Wir konnten den Demonstrationszug sehr gut von oben sehen. Einige Demonstranten trugen amerikanische Flaggen, das hat uns ein wenig irritiert. Aber die Demo war friedlich und keineswegs spektakulĂ€r. Aber dann sah ich, wie sich auf der gegenĂŒberliegenden Seite eine Gruppe Jugendlicher bereit machte: sie zogen sich um, maskierten sich, setzten Helme auf und gruben Pflastersteine aus. Die Steine wurden in Kartons gepackt und an der Straße verteilt, ebenso die Lieferung mit Molotowcocktails, die wohl von einer anderen Gruppe vorbereitet worden waren.
Als die Demo zu Ende war, haben sich auf einmal mehrere solcher Gruppen auf der Straße eingefunden und begannen die SicherheitskrĂ€fte zu attackieren. Es flogen Steine und BrandsĂ€tze, das Spezialkommandos der Polizei antwortete mit TrĂ€nengas und spĂ€ter auch mit Wasserwerfern. Die Randalierer bauten Barrikaden aus allem, was sie auf der Straße fanden. Als sie dann ein paar MĂŒllcontainer gegenĂŒber von unserem Hotel anzĂŒndeten, wurde Feueralarm ausgelöst. Die anrĂŒckende Feuerwehr wurde erst nach minutenlangen Verhandlungen zum ziemlich großen Brandherd hinter die Barrikaden gelassen, die sofort wieder geschlossen wurden. Die Randalierer setzten ihren Angriff auf die SicherheitskrĂ€fte fort, die nun ihrerseits weder TrĂ€nengas noch Wasserwerfer einsetzten, um die Feuerwehrleute nicht zu gefĂ€hrden.

Die HotelgĂ€ste versammelten sich also in der Lobby und sahen dem Spektakel draußen zu. Neben mir stand ein Journalist, der das alles filmte und dabei kommentierte. Wir sahen beide das gleiche, aber er berichtete nicht neutral, sondern favorisierte die radikalen Demonstranten. Er sprach vom Kampf junger Hongkonger fĂŒr die Demokratie, die sich dem brutalen Einsatz der Polizei widersetzte. Ich war fassungslos und er reagierte indigniert und zog sich zurĂŒck.
Die Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Randalierern zogen sich bis weit nach Mitternacht hin. Es war die Nacht, in der ein Polizist einen Demonstranten durch einen Schuß mit scharfer Munition verletzte.

Am Morgen danach sah es aus wie auf einem Schlachtfeld.
Irgendwie hat das Ganze fĂŒr mich nichts mit Demokratie zu tun, es ist wohl eher die ĂŒbliche Initialisierung einer “Demokratiebewegung”.

Bilder von unserer Reise gibt es hier.

Frames of reference

Summertime in Fitou is always exiting, not only because of the fantastic weather and the Mediterranean but also of all the people and friends coming over. It’s an international bunch of people, very diverse and interesting.
So many backgrounds and experiences resulting quite often in inspiring discussions about life, politics, economics, art, sports, eating, etc.

We all have our frames of reference, a certain way how we react to specific stimuli, how we see the world around us, how we define people and the self. Our construction of reality is meant to safeguard our (inner) self.
At times, we clash with other people’s frames of reference and we feel the need to change ours and thus changing our perceptions, affections and actions 😉
But sometimes, we are just happy when found a similar one because its too demanding or too dangerous for our inner stability.

Brooding about this induced me to this painting.



The Nucleus

The command center, where everything else is getting energy and power from.

The kernel of a cell which contains most of the cell’s genetic material.

The central and brightest part of a comet.

The pieces that formed the center of a collection.

The important buildings which are the center of a city.

The center of all: the Nucleus.

Vietnamese Lacquer

During my trip to Vietnam at the end of last year I visited the exhibition in the Museum of Modern Art in Ho Chi Minh City.
That was somehow a weird mixture of old, classical, revolutionary painting and so called real socialism art. In the courtyard of the museum, many smaller galleries show traditional as well as modern paintings and sculptures.
And of course you can see a lot of traditional lacquer painting there, and to my surprise, even modern abstract art using lacquer.
Lacquer is a clear or black sap from the wax tree, the same way collected as rubber and with a similar smell.
I was instantly fascinated by that material and wanted to find out more about it.
That led me to the College of Fine Arts. In the hope to get some substantial information about the use of lacquer, I asked students, a teacher and the shop staff but this turned out to ended up in funny gibberish communication as nearly nobody spoke any other language than Vietnamese.
However, I bought two water plastic bottles with lacquer and a very expensive, but so beautiful Chinese red pigment.

Back home, I did some research and learned about the history of Vietnamese lacquer paintings, how it differs to those in Japan and China.
And then, I started to experiment with it and that little series was created.

After, I was more confident and dared bigger formats. I applied the lacquer in many layers of different viscosity, added different amounts of Chinese red pigment and that series of three paintings came out: Lacquer I, Lacquer II, Lacquer III.
All these paintings are exhibited at the ART Fabrik until mid of July.

It took a long time to make it. The lacquer needs to dry under certain conditions, best is heat and humidity, which was not sufficiently available during the process and therefore the drying took weeks. Sanding was needed before applying a new layer and only when a layer was dry the final colour emerged.
It was a very interesting process, it challenged my not very well developed patience a lot 😉

Painting with cement

When creating the sunny house I became curious about using cement in my paintings. I quite liked the combination of glossy oil paint and raw cement and got in my mind to create a little series using such materials. Yellow will be followed by blue and red, always adding cement to it.
So, that’s the second painting: Rough.
The challenge lies in the application of such a rough material to canvas and thus I needed to explore how to mix different sorts of cement so it does not crack when dry.


First, I applied some layers of blue oil paint, ready made and self composed, to combine it with cement. It fascinates me to see how these different materials react to and with each other, how they repel or connect, how they mix and how new structures emerge. I love the contrast of shiny and smooth surface to very rough one’s. 


Malerei & Gesang

Kunst ist, zumindest fĂŒr mich, Ausdruck von Gedanken, GefĂŒhlen und unbewußter innerpsychischer VorgĂ€nge. Sie ist, in welcher Form auch immer geĂ€ußert, ob gemalt, in Stein gemeißelt oder gesungen, das Resultat der Auseinandersetzung mit sich selbst und der Welt. Sie ist getrieben vom Wunsch, sich selbst (besser) zu erkennen, denn jeder Zuwachs an Selbsterkenntnis geht einher mit der Erweiterung des Bewußtseins und vergrĂ¶ĂŸert die persönliche Freiheit.
Jeder Mensch sucht und findet sich selbst auf ganz unterschiedliche Weise, ĂŒber Religion, Meditation, Introspektion oder eben ĂŒber bildlichen oder verbalen Ausdruck. Das schließt eine gewisse ProfessionalitĂ€t bei der Gestaltung von Werken nicht aus, aber der zugrunde liegende Einfall, die – mehr oder weniger – unbewußt getroffene Wahl der Gestaltungselemente wie beispielsweise Farben, Töne, Instrumente zeigt die “Seele” des KĂŒnstlers. Es ist ein, fĂŒr den KĂŒnstler oft waghalsiges Unterfangen, sich selbst zu zeigen und damit verwundbar zu machen. Aber es bietet eben auch die Chance, in der Begegnung mit Betrachtern und Zuhörern, sich selbst neu zu sehen.
Mit dem Produkt des KĂŒnstlers kann man in Beziehung treten und sich gleichsam damit auseinandersetzen. Man kann etwas schön finden, beruhigend, abstoßend, verstörend, anregend, …und beginnt damit sich selbst zu entdecken. Ent – decken, im Sinne von aufdecken, was im Alltag nur allzuoft verschĂŒttet wird, was wir uns nicht trauen zu zeigen, was wir glauben, wiederfinden was wir mögen, oder auch Erinnerungen, die sehr lang zurĂŒckliegen.

Die Kombination verschiedener kĂŒnstlerischer Ausdrucksformen offeriert dem Betrachter verschiedene methodische ZugĂ€nge zur Kunst und sich selbst. Und so ist die wunderbare Idee entstanden, Malerei mit Musik zu verbinden.
Ich erhielt die sehr schöne Gelegenheit, meine Bilder in einer kleinen Ausstellung im Studio stimmgewandt zu zeigen.

OpernsÀngerin Maria Kier wird zur Eröffnung der Ausstellung zu meinen Bildern singen. Damit bieten wir den Kunstinteressierten und/oder neugierigen Besuchern die Möglichkeit, sich ihren Weg der Erkenntnis selbst auszuwÀhlen: sie können schauen, hören, tanzen, mitsingen oder einfach mit anderen plaudern.

Ich freue mich auf die Ausstellung und hoffe auf viele Anregungen fĂŒr meinen Weg der Selbsterkenntnis 🙂