Orchids

Undecided

In the 18th century, quinine, obtained from South America was the expensive medicine used to treat Malaria. Because of the high costs, chemists were experimenting to develop a synthetic equivalent, so did W.H.Perkin. He did not succeed in creating quinine out of coal tar but accidentally discovered the colour mauve.

I combined violet pigments with some green mineral pigments, mixed them with a light grey in cold wax and acrylic to create a more soft, subtle, undecided appearance.

Mauve was long time a colour preferred by noble women, such as Eugenie, the Empress of France and thus became very fashionable for some decades but this trend burnt quickly.
For a long time, the greyish violet was often related to old women and not popular at all.
This might change as Pantone declared ultra-violet the colour of the year 2018 and I guess, all it’s shades will become fashion again 😉

Mein Sonnenhut

Mein Sonnenhut

Vor ein paar Wochen, wĂ€hrend einer Diskussion ĂŒber Nachhaltigkeit, Sparen und Konsum, hat mich jemand gefragt, wie alt mein Ă€ltestes KleidungsstĂŒck ist.
Damals habe ich geantwortet, dass ich mir 1994 ein Kleid gekauft habe, welches ich noch immer besitze und anziehe (ein klassisches Etuikleid und so gar nicht altmodisch).
Letztes Wochenende jedoch, hab ich ein noch viel Ă€lteres KleidungsstĂŒck gefunden: einen Sonnenhut. Diesen Hut hat mir mein Vater aus einem Sommerkleid meiner Mutter genĂ€ht als ich so 12 -14 Jahre alt war. Weder er noch ich können uns an das genaue Jahr erinnern, aber ich mußte diesen Hut immer aufsetzen, wenn wir mit unseren Paddelbooten unterwegs waren, von wegen Sonnenstich und so. NatĂŒrlich habe ich ihn damals nur unter Protest getragen, denn ich fand ich mich damit nicht schön, im Gegenteil, der Hut war sowas von altbacken, ich hab ihn nicht wirklich gemocht.
Aber irgendwie hat er all die Jahre und viele UmzĂŒge ĂŒberlebt und seitdem wir im sonnigen SĂŒden leben, ist er mein stĂ€ndiger Begleiter am Strand geworden.
Nun ist dieser Hut schon ĂŒber 40 Jahre alt und bereits letzten Sommer drohte er auseinanderzufallen. Ich wollte ihn noch ein wenig retten, aber der Stoff ist schon ziemlich morsch, die NĂ€hte haben sich an vielen Stellen einfach aufgelöst und eine Reparatur war nicht mehr möglich.
Ich war ziemlich traurig darĂŒber, sind doch mit diesem Hut so viele Erinnerungen verbunden, aber nun hat er als Hut ausgedient.

Letzten Sonntag hab ich ihn aufgetrennt um ihn als Vorlage fĂŒr einen neuen Strandhut zu benutzen. Seine Einzelteile hab ich gut verpackt und in meiner NĂ€hkiste verstaut. So bleibt er noch ein wenig bei mir.
Nach zwei Stunden war mein neuer Hut fertig. Und ausprobiert hab ich ihn auch schon, zwar noch nicht am Strand, aber auf unserer Terrasse 🙂

Winter

I like to experiment with different materials over and over again and try out how they react to each other. For this painting I mixed blue and white pigments with cold beeswax and acrylic, applied all in countless layers on canvas and the result fits perfectly to the time of the year.
Actually, I did not think much of winter, the painting just turned out like this. I can see some snow on top of the Canigou, about 80 kilometers away, when driving to the supermarket, and that is indubitably a beautiful view, but it’s enough winter for me 🙂

Imagine, you are walking through a snow-covered forest, it is clear, icy cold winter weather, the snow crunches under your feet, ice cones are hanging from the branches. All that I can see and feel in this painting.

Heart - Jeff Koons

Powerful Red

I finished another painting, a bit similar to the Autumn Leafs painting, but with a much clearer structure and so I think, more powerful.
Also, I used different materials: lime, marble powder and cold marble wax for a smooth structure and shellac ink for a warm subtle tone.
This time, I really wanted to get a very deep, strong red. It’s not as easy as you might think by using different shades of red pigments. Red ochre is anhydrous iron oxyde, a mineral. It comes in shades from very dark brown-red to light yellow.
These minerals tend to turn either into a brownish red or rusty tone. So I mixed them, layer by layer and added some yellow pigments.

I wrote about the meaning of red before but I would like to add some more aspects to it.
Red, is the colour of power.
Kings, cardinals and Roman generals wore red.
Did you know, that about 75% of the worlds flags contain red?
But red is also associated with blood, danger, aggression and lust. The devil wears not always Prada but red and in the middle ages it was the colour prostitutes preferred to wear, until today we call the  area were the prostitutes are presented the red – light district.

These oppositional attributes make red a tricky choice for brands.

One can say, red is the colour of life with all it’s facets: power, joy, sex, danger and death.

I hope you can see the power of life in my painting 😉

Imitated Rust, seen at ART Basel

Rust – Rost – Rouille

I always experiment with different materials and inspired by some art I saw at the ART Basel, I wanted to create artificial rust on canvas.
There are ready to buy kits for creating artificial rust, which are quite expensive and I thought, also boring to apply. I like to figured it out by myself 🙂
Obviously, I needed some fine metal shavings, which I could get from the local blacksmith. He just shook his head when I told him what I was about, I believe he thinks I am a bit crazy…
These shavings I mixed with acrylic medium to apply it on a wooden board. To activate the rust I moistened it with acid. That process I repeated several times until I got the desired result.
Between I incorporated several layers of acrylic and oil paint, and other media to create some special effects.
I learned a lot about how the different materials react to each other and now I am ready to apply this technique on canvas too.

Verwandlung eines Zimmers

Kannst du es irgendwie sĂŒdfranzösischer machen?

Ich male nicht nur LeinwĂ€nde an, sondern auch richtige WĂ€nde, genauer gesagt, ich verputze sie. So auf die traditionelle Art, mit Kalk, Sand, Gips und Marmormehl, je nach Untergrund und Verwendungszweck. Das ist fĂŒr alte HĂ€user hier in SĂŒdfrankreich die beste und auch nachhaltigste Methode. Die alten HĂ€user sind ĂŒberwiegend aus Natursteinen und Kalk oder Gips und Sand gebaut. Die WĂ€nde sind oft bis zu 60 cm dick, regulieren so ganz gut das Raumklima.

Im Sommer hĂ€lt das fĂŒr lange Zeit die Hitze draußen, die Mauern erwĂ€rmen sich erst so nach und nach und halten die WĂ€rme fĂŒr einige Zeit im Inneren der HĂ€user, so dass man erst spĂ€t und relativ wenig heizen muß. Oftmals blieben die Steine sichtbar, und wenn die WĂ€nde verputzt wurden, dann mit einer Mischung aus Kalk, Gips und Sand. Diese Putze lassen die porösen Steine atmen, d.h., Feuchtigkeit bleibt nicht im Mauerwerk stecken, sondern kann wieder nach außen oder innen entweichen.

Wenn so ein Haus modernisiert wurde, dann mußte auch oft der Wandputz erneuert werden. Das bedeutet, den alten Putz abschlagen, Wand sĂ€ubern, gegebenenfalls Löcher mit Steinen fĂŒllen und dann neu verputzen. Das ist natĂŒrlich ein erheblicher Zeitaufwand und man muß es können. Es ist viel einfacher, solche WĂ€nde einfach zu verkleiden, mit Fermacell oder Gipskartonplatten, was mit entsprechender Isolierung noch immer ein gutes Raumklima gibt. Aber manchen Menschen ist auch das noch zu aufwendig und deshalb tackern sie einfach Plastikpaneele davor oder putzen alles mit Zement oder einer schnell aufzutragenden Acrylspachtelmasse zu. Da kommt keine Luft mehr durch, irgendwann wird es mufflig, denn die Feuchtigkeit bahnt sich frĂŒher oder spĂ€ter ihren Weg.

Vor ein paar Wochen hatte ich solche WĂ€nde vor mir: mit weißem, rauhem Acrylputz verspachtelt. Eine Wand war in Dunkelrot gestrichen. Das Zimmer ist, fĂŒr hiesige VerhĂ€ltnisse relativ dunkel, da die beiden Fenster zu einem Hof fĂŒhren und die Sonneneinstrahlung durch eine gegenĂŒberliegende Mauer begrenzt ist. Aber es hat einen wunderschönen, alten Terrakotta Fußboden. Es war das Wohnzimmer des Hauses.

Der neue Besitzer wollte aus diesem Zimmer sein Schlafzimmer machen und von mir eine Empfehlung fĂŒr eine schöne Wandfarbe haben. Die WĂ€nde sollten irgendwie sĂŒdfranzösisch wirken. Ich war zunĂ€chst ein wenig hilflos, denn ich wollte auf gar keinen Fall diesen Putz auch noch mit irgendeiner Farbe ĂŒberstreichen, aber ich wußte auch nicht so recht, wie ich dem doch recht ungeduldigen Besitzer erklĂ€ren sollte, wie man das Zimmer wirklich schöner machen könnte. Aber, er kam mir selbst zu Hilfe. Er zeigte mir ein Foto von einer schönen, im traditionellen Stil verputzten Wand. So was wollte er auch haben. Also hab ich ihm erklĂ€rt, dass erst der alte Putz weg muß bevor man neuen auftragen kann. Damit war er schließlich einverstanden und so haben wir gemeinsam fast einen ganzen Tag den Putz abgekratzt und ich hab anschließend die WĂ€nde neu verputzt. Ich hab ein paar Farbmuster gemacht und wir haben uns auf einen etwas krĂ€ftigeren Terrakotta Ton fĂŒr eine Wand und einen leichten Ton fĂŒr die ĂŒbrigen WĂ€nde geeinigt.

Am Ende haben wir das Zimmer komplett renoviert, die Balken frei gelegt, die Decke neu verkleidet und weiß gestrichen.

Jetzt sieht das Zimmer nicht mehr wie eine Höhle aus, sondern warm und freundlich. Die Wandfarbe ist sehr sĂŒdfranzösisch und reflektiert gut das einfallende Licht.

Das Zimmer sieht jetzt schön aus 😉

Isabell Schulz https://www.flickr.com/photos/isapisa/34202832893/in/album-72157681424462934/ (CC BY-SA 2.0)

Malen: wie beginnen – wann enden?

Wie kommen meine Bilder eigentlich zustande? Womit beginne ich? Gibt es einen Plan, eine Idee?

Ich wĂŒrde nicht von einem wirklichen Plan sprechen, aber irgendwie geistert mir etwas im Kopf herum und irgendwann muß ich meine Gedanken und GefĂŒhle nach außen bringen und dann fange ich einfach an. Das passiert ehrlich gesagt sehr intuitiv, es ist ein innerer Prozeß. So sind alle meine Bilder ein Spiegel meiner Seele. Manchmal ist es nur eine Momentaufnahme, manchmal etwas, was fĂŒr lange Zeit ein Teil meiner selbst war oder ist.

Ich höre auf, wenn das, was mich bewegt hat, auf der Leinwand ist. Es ist, wie schon beschrieben, ein inner-psychischer Prozeß. Die ersten Farbschichten widerspiegeln dabei oft die naheliegenden Gedanken und Emotionen, aber je lĂ€nger ich an einem Bild arbeite, desto feiner und differenzierter werden die aufgetragenen Farben. Und so entsteht dann fĂŒr mich ein Gesamtbild einer Situation, die dann in aller Vielfalt meiner Gedanken und GefĂŒhle auf der Leinwand abgebildet ist.
Gelegentlich ist es aber auch so, dass ich nach einigen Wochen ein Bild wieder nehme und es verĂ€ndere. Es kann vorkommen, dass ich im Laufe der Zeit anders ĂŒber Geschehnisse denke, dann erscheint mir das Bild als unvollstĂ€ndig und dann muß ich es verĂ€ndern.

Viele Menschen suchen immer nach einer Bedeutung, einer Botschaft im Bild und wenn ich danach gefragt werde, dann frag ich immer: was bedeutet es fĂŒr dich?
Und manchmal, versinken sie dann in ihren Gedanken und finden ihre Bedeutung 😉

Ich selbst erzĂ€hle nur sehr selten, was mich dazu bewegt hat, das Bild zu malen, schließlich will ich niemanden beeinflussen. Aber natĂŒrlich ist es fĂŒr mich auch interessant zu hören, welche Assoziationen beim betrachten meiner Bilder entstehen.

blue-green

Fired Earth

While preparing the opening of the ART Fabrik I was also working on two new paintings.
One, a bluish-green combination of different shades of green and blue pigments to create a light, sunny feeling when looking at it. I got inspired by the colours I see when wake up every morning and watch the sky where it meets some almond trees. Unfortunately, I could not take a very good picture of it as it was sold immediately after the opening of our ART Fabrik. The pic above shows it.
The second painting I was working on in parallel resulted in something completely different. By using earthy pigments like burned sienna, umber, yellow and red ochres the effect is more heavy, warm and compact, at least to me 😉 I thought of a sunny late summer, early autumn day, coming home after walking in the woods or doing some garden work and finally sit down in front of the fireplace, having a hot chocolate….

 

The other red

I learned that the choice of colours depends on age and on gender.
Considering my age, it’s not really clear to me why I chose shades of pink as the main colour in this painting as this colour is referred to naivety and girlish behaviour. But is also stands for romantic, charming woman, which I am, quite often 😉
And the orange tones I added to include my nearly never-ending energy and enthusiasm.

All in all, this painting seems to me very powerful, warm and feminine.

Temperaments

Perfect Blue

I was searching for a long time for the perfect blue, played around with different pigments, lost my track a bit through the dead of my mother and finally felt that I need another colour in this painting.
My perfect blue has got a dash of green, a green I created by adding some terre jaune italienne to the Lapis Lazuli blue.
Blue stands for the ratio, the cool analytical part of a person. Do you remember?
Having some green in the blue was not really a conscious decision, it just came into my mind after all these sad weeks. These weeks also had a good side: I spent time with my wider family, socialized, did not rush, slowed down instead.
Thinking of C.G. Jung’s allocation of temperaments to colours, I really welcomed some “green people” attitudes for helping me through these difficult weeks.
“Green people” are very social, focus more on relationships than on solving problems. They love to discuss things thoroughly but hate to be pushed to decisions. It could be that they never decide anything at all and therefore, blue or red people are needed ;-).
I am more a purple person and thus sometimes it was a bit challenging for me, but I am happy to have such great a family!

The painting has been finished with savon noir and linseed oil, bringing the colours alive.