Contrasts

Between all the house restoration work, I had time to do another painting. When doing a full house restoration we really start from the bottom, removing everything what was added to the original structure of house, leaving us with bare walls, without floors and ceilings, left with the rough, basic foundation.

When we are done with our restoration work, a shiny and beautiful surface is visible and make people feel welcomed.

This is what I had in my mind when creating that new painting.
The bottom is made with concrete and the finish on top is created by several coats of lacquered oil paint in a bright, warm and sunny yellow.

Even though I need to apply some last layers, I want to give you a first impression.

Agile restoration

You might have noticed: we, Hagen and me are restoring an old house here in Fitou for our daughter Isabell and her husband Dick.
Isabell and Dick helped as often as possible and together we did all the planning but currently they are travelling the world.
The goal is to have to house at least to 80% ready when they are back end of March next year. That’s an ambitious goal and we, Hagen and me, are constantly “fighting” about the seriousness of this deadline, but we still love each other 🙂 We have very different approaches to time frames and how we calculate them. I am often too ambitious, Hagen is more conservative and at the end, we mostly meet us in the middle. Continue reading “Agile restoration”

Garten Planung

Wir haben einen Garten hinter unserem Haus und an diesem bauen wir nun schon seit ungefĂ€hr sechs Jahren herum. Er liegt am Hang und war fĂŒnfzehn Jahre sich selbst ĂŒberlassen. Alle Terrassenmauern waren eingestĂŒrzt und bis zur unteren Gartengrenze heruntergerutscht. Die Pflanzen wegzumachen, die den Eingang wie bei Dornröschen zugewuchert haben hat allein einen Tag gedauert. Aber dann konnten wir endlich eintreten und das Disaster begutachten. Wir haben mit Hilfe von Familie und Freunden Grenzmauern gebaut, Terrassen neu angelegt und jetzt nimmt der Garten so langsam Gestalt an. Continue reading “Garten Planung”

A new painting

After a long pause, caused by a water damage in my little atelier and due to lots of renovation work, I started painting again.

This time, I layered oil paints over ash and washed them away again and again to create subtle effects. It’s a play of appearing and disappearing, of strong presence and nebulous absence. Like memories, they come and go, sometimes they are very clear and sometimes you wondering if an event really happened or if it is just in your imagination.

Plastering a wall with stucco

Many years ago, when we restored our house, I plastered my very first walls ever in our living room. I just came back from a one week training course where I learned the basics of wall plastering with lime, sand and marble powder. These walls were in a very rough condition, we had removed the old plaster, closed some holes with natural stones and here I came, ready to build up all the layers necessary before the final one could be done. Back then, I used sieved sand with lime and troweled it off. I did not know that the trowel should be made of a special steel so that no traces of troweling will be visible afterwards. My trowel wasn’t such a one and when the walls were try, lots of greyish traces became visible. It didn’t bother us very much but during the last years I became more Continue reading “Plastering a wall with stucco”

Wir brauchen ein neues Auto

Unser Renault Kangoo ist in die Jahre gekommen (9!) und hat viele Kilometer auf dem Tacho (230 000). Wir haben kaum bemerkt, wie lange wir ihn schon besitzen. Na ja, wenn ich mich auf den Straßen so umschau, dann sieht er ein wenig aus der Zeit gefallen aus. Das Design ist eher gestrig, die Sitze sind jetzt nicht so bequem, dass man damit um die Welt fahren mag. Aber er hat viel Platz und verbraucht relativ wenig (so 5-6 Liter Diesel auf 100km/h). Er hat uns immer ĂŒberall hingebracht, alles transportiert und gezogen was wir so in unseren Bau geschleppt haben. Wir haben sogar einige Male darin geschlafen als nix anderes möglich war. Niemals hatten wir ein Problem mit ihm. Continue reading “Wir brauchen ein neues Auto”

Es geht auch anders

Völlig utopisch heißt das Buch, welches ich in den letzten Tagen gelesen habe. Es ist eine Sammlung von utopischen LebensentwĂŒrfen aus 17 LĂ€ndern, aufgeschrieben von Korrespondenten des Netzwerks Weltreporter. 

Der Duden bezeichnet eine Utopie als einen als undurchfĂŒhrbar erscheinenden Plan, als Idee ohne reale Grundlage.
Nachdem ich diese Geschichten gelesen hab, erscheinen sie mir nicht wirklich als utopisch, sie sind vielmehr ein Versuch, ein selbstbestimmtes Leben, fernab vom Mainstream zu fĂŒhren. 

Ob initiiert von Einzelnen oder Gruppen, alle diese Menschen haben sich entschieden utopisch anmutende LebensentwĂŒrfe zu realisieren um ein Leben nach eigenen Regeln zu fĂŒhren. So verschieden die soziale Herkunft auch sein mag, allen geht es um ein Leben in WĂŒrde, um soziale Gerechtigkeit und ökologische IntegritĂ€t. Es sind Geschichten von Menschen die in gnadenlos geldgierigen Gesellschaften gescheitert sind, die um ihr Überleben und ihre UnabhĂ€ngigkeit kĂ€mpfen, von Menschen auf der Sinnsuche abseits des auf stetigen Wachstum basierenden Wirtschaftssystems.  

Mit diesen relativ kleinen, begrenzten Aktionen stellen sie bestehende VerhĂ€ltnisse in Frage, wenn nicht gar auf den Kopf. Das ersinnen und leben von Alternativen, abseits von Ideologien ist in der Summe natĂŒrlich gefĂ€hrlich fĂŒr auf Eigennutz und Kontrolle basierenden Gesellschaften und so ist es nicht verwunderlich, solche Visionen als naiv, utopisch und nicht realisierbar abzustempeln und zu verleumden.

Mich haben diese Geschichten sehr berĂŒhrt. Mit den Worten “es geht auch anders” und “willst du so sein wie alle?” bin ich aufgewachsen. Ich habe schon frĂŒh gelernt, nicht alles einfach so hinzunehmen sondern immer darĂŒber nachzudenken, welche Motive und Auswirkungen hinter Aussagen und Vorhaben stecken.
Alles in Frage zustellen macht das Leben nicht unbedingt einfacher, aber reicher, entdeckt man doch so viele Alternativen, die es wert sind zu leben 😉

Toute petite

After a long break, I painted a little bit again yesterday.
Well, it was more of a few exercises to try out some new materials and a different format. Everything should be very small, at max. 5 x 7 cm. And that was and still is the biggest challenge for me, because painting in such small formats I found extraordinarily difficult. So I experimented a bit with ink, silk, pastels and marble flour on paper.
Somehow that was quite exhausting for me, I felt 
very limited in my workflow by the smallness of the paintings.

I think abstract painting demands big formats and I’ll go back there in a few weeks.

Ein Kessel Buntes

Wir wohnen da, wo andere Urlaub machen. Entsprechend voll ist es hier auch momentan und eigentlich, wollten/sollten auch wir einfach nur Urlaub machen.
Aber wie so oft, haben wir dermaßen viel zu tun, dass wir es nur zwei-dreimal die Woche fĂŒr kurze Zeit an den Strand schaffen.
Ja ja, das liegt an uns selbst und wir könnten das auch selber Ă€ndern, aber irgendwie kriegen wir das im Kopf nicht hin 😉 Noch nicht. Heute Morgen haben wir das Jahr 2024 zum Trödeljahr erklĂ€rt, bis dahin wollen wir alles fertig gebaut haben.

Vergangene Woche hab ich mal wieder gemauert. Die große Trennwand, die verstĂ€rkt werden muß durch eine stabile Steinmauer aus Ziegelsteinen. Jetzt bin ich endlich in der letzten Etage angekommen und muß schĂ€tzungsweise nur noch 300 Steine vermauern. Das ist echt schwere Arbeit, jeder Stein wiegt 8 kg, dazu muß ich noch den Mörtel anrĂŒhren und das Material dahin tragen wo ich es brauche. Am Anfang geht das ja noch, aber so ab der fĂŒnften Reihe muß ich aufs GerĂŒst klettern. Das hĂ€lt zwar fit, aber ist auch ziemlich anstrengend. Ich hoffe, dass ich die Mauer bis Ende nĂ€chster Woche fertig bekomme.

Mauern selber ist jetzt nicht so eine geistige Herausforderung, aber dafĂŒr kann ich dabei so wunderbar nachdenken:

Über das Alter

Mittlerweile brauche ich eine Brille, um mich zu schminken und dabei sehe ich plötzlich all die vielen kleinen Falten in meinem Gesicht und an meinem Körper.
Dabei habe ich doch fast 40 Jahre gebraucht um mein Äußeres zu mögen und jetzt sind die Haare grau und ich hab ĂŒberall Falten. Das sind, zugegebenermaßen relativ geringfĂŒgige Probleme, denn es geht mir gut, ich bin fit, gesund und glĂŒcklich und kann machen was ich will 🙂

Allerdings ĂŒberlege ich mir schon, ob ich in 20 Jahren noch immer so leichtfĂŒĂŸig alle Treppen in unserem Haus hoch und runterkomme oder ob es nicht vielleicht besser wĂ€re, wenn wir uns ein ebenerdiges Haus bauen. So ein richtig modernes, abgedrehtes, gut in die Gegend passendes Haus mit großem Garten direkt vor der TĂŒr wo ich dann bis ins hohe Alter rumwerkeln kann. Aber das braucht mindestens die nĂ€chsten 6-8 Jahre, bis alles so ist, wie wir das haben wollen. 

WĂ€re es dann nicht besser, einfach das Leben in unserem jetzigen, sehr schönen Haus und Garten zu genießen, zu reisen und all die Dinge zu bauen, die ich schon immer mal bauen wollte? Wenn ich (wir) dann tatsĂ€chlich, so ab 80 die Treppe nicht mehr steigen kann, dann können wir die HĂŒtte ja immer noch verkaufen und woanders hinziehen.

Über den Tod

In den letzten Wochen sind ein paar Ă€ltere Leute hier aus Fitou “verschwunden”. Die meisten haben allein gelebt, sind schon sehr alt und zunehmend gebrechlich geworden. Ich konnte sehen, wie es fĂŒr sie immer schwieriger wurde allein zurecht zu kommen. Und irgendwann ging es nicht mehr und sie mußten dann in ein Pflegeheim gehen. Keiner von den alten Leuten wollte jemals in ein solches Heim, aber keiner aus deren Familien ist in der Lage, immer bei ihnen zu sein, so dass die Unterbringung in ein solches Heim unumgĂ€nglich schien. Und da sind sie jetzt und leben, aber eben auch nicht mehr wirklich. 

FĂŒr alle Beteiligten ist das eine schwierige und traurige Situation und jeder sagt, so möchte ich nicht mein Leben beenden. Aber wie dann? Ich meine, man kann ja nicht einfach so beschließen: so, jetzt ist es genug, jetzt will ich sterben und dann ist es vorbei. Ein selbstbestimmter Tod ist gesellschaftlich nicht wirklich akzeptiert, zumindest hier nicht. Das ist ein schwieriges Thema. 

Ich hoffe, dass mir so etwas nicht passiert und ich in der Lage sein werde, mein Lebensende selbst zu bestimmen.

Über Orwellsche Umdeutungen

Mir fĂ€llt auf, dass, wenn ich mit anderen diskutiere, vielen Worten heute eine andere Bedeutung gegeben wird, als frĂŒher (als ich noch jung war). Ein solcher Begriff ist Vertrauen. 

Es gibt eine Menge Leute, die glauben, dass man mit perfekt logischen, technischen AblĂ€ufen alle Risiken ausschalten und somit das Vertrauen der Anwender/Benutzer gewinnen kann. Das meint, man soll technischen AblĂ€ufen, Algorithmen vertrauen. Selbst wenn man alle Parameter gemessen, eingestellt und berechnet hat, bleibt doch immer noch das Risiko, dass etwas unvorhergesehenes, durch menschlichen Einfluß hervorgerufenes, geschieht. 

Vertrauen hat meiner Meinung nach, etwas mit menschlichem Verhalten zu tun und es kann niemals hundertprozentig berechnet werden. Wem ich heute vertraut habe, dem kann ich doch nicht morgen ebenso blindlings vertrauen, sondern muß doch immer wieder meine “Parameter” ĂŒberprĂŒfen und mich neu entscheiden, ob ich vertraue. Das ist doch eigentlich unkalkulierbar, und hĂ€ngt immer vom sozialen Verhalten der beteiligten Personen ab, oder?

Hagen liest gerade das Buch “Vertrauen” von Luhmann und natĂŒrlich diskutieren wir intensiv darĂŒber. Luhmann schreibt, dass Vertrauen letztlich auf TĂ€uschung beruht, denn man kann eben Entscheidungen nicht zu Hundertprozent rational treffen, sondern da gibt es immer einen unkalkulierbaren, schwer zu definierenden Einfluß, der uns letztlich entscheiden lĂ€ĂŸt. Man kann das Intuition nennen, oder das bewußt-unbewußte, was wir irgendwo tief in uns gespeichert haben. Eine TĂ€uschung ist es vielleicht dann, wenn wir nicht das gewĂŒnschte Ergebnis erhalten, unser Vertrauen also nicht gerechtfertigt wurde. Dann mĂŒssen wir uns ent-tĂ€uschen.
Irgendwie ist das Thema noch nicht rund fĂŒr mich, mal sehen, wie es bei Luhmann weiter geht.

Das sind schwere, aber interessante Themen. Ich muß jetzt unbedingt an den Strand und erstmal eine Runde Wellenschlaf machen.