Garten Planung

Wir haben einen Garten hinter unserem Haus und an diesem bauen wir nun schon seit ungefähr sechs Jahren herum. Er liegt am Hang und war fünfzehn Jahre sich selbst überlassen. Alle Terrassenmauern waren eingestürzt und bis zur unteren Gartengrenze heruntergerutscht. Die Pflanzen wegzumachen, die den Eingang wie bei Dornröschen zugewuchert haben hat allein einen Tag gedauert. Aber dann konnten wir endlich eintreten und das Disaster begutachten. Wir haben mit Hilfe von Familie und Freunden Grenzmauern gebaut, Terrassen neu angelegt und jetzt nimmt der Garten so langsam Gestalt an. Continue reading “Garten Planung”

A new painting

After a long pause, caused by a water damage in my little atelier and due to lots of renovation work, I started painting again.

This time, I layered oil paints over ash and washed them away again and again to create subtle effects. It’s a play of appearing and disappearing, of strong presence and nebulous absence. Like memories, they come and go, sometimes they are very clear and sometimes you wondering if an event really happened or if it is just in your imagination.

Plastering a wall with stucco

Many years ago, when we restored our house, I plastered my very first walls ever in our living room. I just came back from a one week training course where I learned the basics of wall plastering with lime, sand and marble powder. These walls were in a very rough condition, we had removed the old plaster, closed some holes with natural stones and here I came, ready to build up all the layers necessary before the final one could be done. Back then, I used sieved sand with lime and troweled it off. I did not know that the trowel should be made of a special steel so that no traces of troweling will be visible afterwards. My trowel wasn’t such a one and when the walls were try, lots of greyish traces became visible. It didn’t bother us very much but during the last years I became more Continue reading “Plastering a wall with stucco”

Wir brauchen ein neues Auto

Unser Renault Kangoo ist in die Jahre gekommen (9!) und hat viele Kilometer auf dem Tacho (230 000). Wir haben kaum bemerkt, wie lange wir ihn schon besitzen. Na ja, wenn ich mich auf den Straßen so umschau, dann sieht er ein wenig aus der Zeit gefallen aus. Das Design ist eher gestrig, die Sitze sind jetzt nicht so bequem, dass man damit um die Welt fahren mag. Aber er hat viel Platz und verbraucht relativ wenig (so 5-6 Liter Diesel auf 100km/h). Er hat uns immer überall hingebracht, alles transportiert und gezogen was wir so in unseren Bau geschleppt haben. Wir haben sogar einige Male darin geschlafen als nix anderes möglich war. Niemals hatten wir ein Problem mit ihm. Continue reading “Wir brauchen ein neues Auto”

Es geht auch anders

Völlig utopisch heißt das Buch, welches ich in den letzten Tagen gelesen habe. Es ist eine Sammlung von utopischen Lebensentwürfen aus 17 Ländern, aufgeschrieben von Korrespondenten des Netzwerks Weltreporter. 

Der Duden bezeichnet eine Utopie als einen als undurchführbar erscheinenden Plan, als Idee ohne reale Grundlage.
Nachdem ich diese Geschichten gelesen hab, erscheinen sie mir nicht wirklich als utopisch, sie sind vielmehr ein Versuch, ein selbstbestimmtes Leben, fernab vom Mainstream zu führen. 

Ob initiiert von Einzelnen oder Gruppen, alle diese Menschen haben sich entschieden utopisch anmutende Lebensentwürfe zu realisieren um ein Leben nach eigenen Regeln zu führen. So verschieden die soziale Herkunft auch sein mag, allen geht es um ein Leben in Würde, um soziale Gerechtigkeit und ökologische Integrität. Es sind Geschichten von Menschen die in gnadenlos geldgierigen Gesellschaften gescheitert sind, die um ihr Überleben und ihre Unabhängigkeit kämpfen, von Menschen auf der Sinnsuche abseits des auf stetigen Wachstum basierenden Wirtschaftssystems.  

Mit diesen relativ kleinen, begrenzten Aktionen stellen sie bestehende Verhältnisse in Frage, wenn nicht gar auf den Kopf. Das ersinnen und leben von Alternativen, abseits von Ideologien ist in der Summe natürlich gefährlich für auf Eigennutz und Kontrolle basierenden Gesellschaften und so ist es nicht verwunderlich, solche Visionen als naiv, utopisch und nicht realisierbar abzustempeln und zu verleumden.

Mich haben diese Geschichten sehr berührt. Mit den Worten “es geht auch anders” und “willst du so sein wie alle?” bin ich aufgewachsen. Ich habe schon früh gelernt, nicht alles einfach so hinzunehmen sondern immer darüber nachzudenken, welche Motive und Auswirkungen hinter Aussagen und Vorhaben stecken.
Alles in Frage zustellen macht das Leben nicht unbedingt einfacher, aber reicher, entdeckt man doch so viele Alternativen, die es wert sind zu leben 😉