Ecritoire, van der Veldehttps://www.europeana.eu/portal/en/exhibitions/art-nouveau-2011/credits

Problem solving approaches of men and women

Men and women don’t really fit together when it comes to solve problems. It doesn’t matter how small or big, very often we run into troubles because we are very different in approaching topics, problems, challenges.

For example, we want to change our working space.
Sitting in front of a computer is not what we are longer doing for most of our time, we are working in different areas, house restoration e.g.. So we thought, we should change the place. On this point we agreed, but we did not talk, when and how we want to do it.
And now it started, or better, I started thinking around. Since a long time, I am not happy with the lightning, the glass tables, the place.

I dreamed of having an old secretary but soon realised my big screen wouldn’t fit. Then I searched the web for nice, stylish desks.
The desk imagine should be light and elegant and not emptying our bank account. What I found where lots of seventy-styled tables, in unpredictable quality which costs a fortune. This was very disenchanting!
Anyway, I shared some of my findings with my husband, just to make clear how I could imagine our future working area could look like. I did not want to buy any of those tables, it was only to get an idea.
He got it wrong. He does not like all that modern wannabe-design, especially not, when he saw the prices. His answer: we just want to have a working table, that means four legs and a table top. Why all this fuzz about?
I want to have it beautiful.
This sounds complicated in his ears.
It is 🙂

I experienced that men’s approach is more technically, they just want to solve a problem in the most cost-effective way and do not pay (enough?) attention on the beauty of the result.
Women are taking more factors into consideration, e.g. like how it fits into the rest of the room, on its beauty, the overall feeling, the materials, etc. They also like to share their thoughts while exploring a solution. For men this might often be to overwhelming and uncomfortable, too much time to discuss such things, seems to be getting expensive, etc.

Each of us did not want to steal time from the other, as we both have enough stuff to do but this was how the misunderstanding started.Finally, we spent about two hours to explain to each other our thoughts and feelings about this topic and searched together for beautiful tables and possible self-made solutions.
The good thing is, we are very complementary: he can better explain underlying technical concerns, I am good in creating solutions, we will find a good one for our working place 😉

 

 

Wunschzettel

Weihnachten

Dieses Wort treibt vielen den Schweiß auf die Stirn, sei es nun, weil man so viele Geschenke besorgen muß oder will, oder gar, weil man die Verpflichtung verspürt, die Weihnachtstage mit der Familie verbringen zu müssen.
Das mit den Geschenken ist ja so eine Sache, die meisten schenken, weil man das eben so macht oder um andere zu beeindrucken und selten geht es dabei um den Beschenkten.
Und mit der Familie ist es auch nicht immer einfach.
Für viele bedeutet Weihnachten Stress.

Irgendwie scheint mir, haben wir vergessen, egal ob religiös oder nicht, wie Weihnachten sein kann.

Als ich noch klein und ziemlich unschuldig war, fand ich die Weihnachtszeit unglaublich aufregend. Wir, meine Eltern und Geschwister, haben zusammen Unmengen von Keksen und Stollen gebacken, auch für Verwandte, Freunde und Nachbarn. Schon vor Beginn der Adventszeit haben meine Eltern einen Adventskalender aus Streichholzschachteln gebastelt. Die Schachteln wurden übers Jahr gesammelt (für drei Kinder!), mit Buntpapier umwickelt und mit Aufklebern verziert um alle auf ein langes Band geklebt und aufgehängt. Ab dem ersten Dezember durften wir dann jeden Tag eine Schachtel abschneiden. Da war nicht viel drin wie man sich denken kann, manchmal gar nur Zettel mit Ermahnungen, dies oder jenes zu tun.

Wir Kinder haben die Geschenke für unsere Eltern und Verwandten selber gebastelt, manche dieser Geschenke hatten ein langes Leben, andere wiederum sind auf wundersame Weise schnell verschwunden 😉
Am Weihnachtsmorgen haben wir alle zusammen den Weihnachtsbaum aufgestellt und geschmückt. Danach durften wir nicht mehr ins Wohnzimmer. Es war der einzige Anlass, wo dieses Zimmer abgeschlossen wurde.
Und als wir dann endlich hinein durften, mußten erst Gedichte aufgesagt und Lieder gesungen werden, bevor wir endlich unsere Geschenke bekamen.
Ach ja, die Geschenke. Unsere Eltern haben uns bereits im Herbst nach unseren Wunschzetteln gefragt. Mein obiger Wunschzettel war ein wenig überdimensioniert und hat es bis in unsere Familienchronik (ein großes, blaues Buch mit Geschichten unserer Familie) geschafft. Man sieht, ich hatte keine Vorstellung über die Dimensionen meiner Wünsche, sprich welche finanziellen Herausforderungen damit für meine Eltern verbunden waren. Unnötig zu erwähnen, dass mir von diesen Wünschen “nur” die kleineren Dinge erfüllt wurden.

Und heute? Heute ist Weihnachten eine Zeit, wo sich viele Mitglieder unserer weit verstreuten Familie an einem Ort treffen, gemeinsam kochen, erzählen, ins Konzert, Theater und spazieren gehen. Gemeinsam bereiten wir diese Tage vor und um nicht dem Konsumrausch zu verfallen, haben wir die Geschenke auf einen für jederman erschwinglichen Wert limitiert und per Secret Santa ausgelost. So muß jeder nur ein Geschenk besorgen. Was wir uns aber alle schenken ist unsere Zeit.
So wird es nett, gemütlich und interessant.
Ich freue mich auf die Familienzeit und wünsche meinen Lesern auch eine stressfreie und schöne Weihnachtszeit!

P.S.: Falls noch jemand auf der Suche nach einem Geschenk ist, einige meiner Bilder sind noch erhältlich und könnten auch noch rechtzeitig zu Weihnachten beim Empfänger sein 😉 Bei Interesse, einfach melden.

Wieviel Erde braucht der Mensch?

Vor ein paar Wochen hab ich die gleichnamige Kurzgeschichte von Leo Tolstoi gelesen und seitdem geht mir die Frage, die in diesem Titel steckt, nicht mehr aus dem Sinn.

Die Geschichte erzählt von einem Bauern, der zwar ein mühseliges Leben führt, aber eigentlich sein Auskommen hat. Er belauscht heimlich ein Gespräch zwischen seiner Frau und deren Schwester, die aus der Stadt zu Besuch beim Bauern weilt. Sie ist schick gekleidet, schwärmt vom luxeriösen Leben in der Stadt und weckt so den Neid der Schwester. Der Bauer grübelt, wie er sich und den Seinen zu einem angenehmeren Leben verhelfen kann und der Teufel kommt ihm in Gestalt eines Kaufmanns zu Hilfe. Dieser erzählt dem Bauern von einer Gegend, wo er für wenig Geld so viel Land kaufen kann, dass er sich nicht mehr sorgen muß. Und so verkauft der Bauer seinen kleinen Hof und zieht mit seiner Familie um. Er kann das neu erworbene Land nun nicht mehr allein bewirtschaften und hat allerlei Ärger mit der Verwaltung, dem Personal und neidischen Nachbarn.
Der Teufel kommt wieder in Gestalt eines Kaufmanns vorbei und erzählt ihm von einer Gegend im fernen Baschkirien, wo es soviel Land für so wenig Geld gibt, wo die Menschen freundlicher sind und ihn mit offenen Armen empfangen würden. Die Bauersfrau ist so gar nicht angetan von der Vorstellung, schon wieder alles aufgeben und umziehen zu müssen. Sie ist glücklich und zufrieden mit dem was sie haben. Der Bauer jedoch zieht los um das neue Land zu erkunden. Dort angekommen, geht er einen Handel mit dem Dorfältesten ein: er kann für eine kleine Summe soviel Land erwerben, wie er von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang umlaufen kann. Der Bauer willigt ein und der er startet bei Sonnenaufgang. Es ist ihm unmöglich sich zu beschränken und so macht er viele Schlenker um möglichst viel Land zu erwerben. Er erreicht pünktlich zum Sonnenuntergang und mit letzter Kraft den Ausgangspunkt, fällt um und stirbt. Sein Knecht beerdigt ihn auf einem Stück Land, so groß wie der Bauern war. Continue reading “Wieviel Erde braucht der Mensch?”